Neue Anforderungen für Speicher

Wohnen In Sachen Warmwasser- und Pufferspeicher ist bald mehr Effizienz gefragt. Bei einigen Geräten verschärfen sich zum 26. September die Mindestanforderungen.
  • Foto: Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie/dpa-mag

Die Warmwasserspeicher müssen effizienter werden. Ab dem 26. September 2017 gelten verschärfte Mindestanforderungen für Geräte bis zu einem Volumen von 2000 Litern. Sie müssen Wärme besser speichern und brauchen deswegen eine bessere Dämmung. Künftig wird es auf dem Effizienzlabel für Warmwasserspeicher auch die höhere Klasse A+ geben, sie löst A als Top-Kategorie ab. Im Folgenden geben wir einen Überblick:

Was genau sind Warmwasser- und Pufferspeicher?

Warmwasser- und Pufferspeicher können ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen: So wird in Trinkwarmwasserspeichern das im Haushalt benötigte Trinkwasser für das Duschen, das Baden oder auch das Kochen erwärmt und vorgehalten. Pufferspeicher gewährleisten dagegen die Versorgung mit Warmwasser für die Heizung über einen sehr langen Zeitraum. Sogenannte Kombispeicher vereinen beide Funktionen.

Welche Speichergrößen kommen im Privathaushalt vor?

Trinkwarmwasserspeicher werden normalerweise in Größen von circa 100 bis 400 Liter installiert. Für die Einbindung einer weiteren Wärmequelle wie Sonnenenergie oder Holz sind größere Speicher mit bis zu 800 Liter Volumen nötig. Pufferspeicher gibt es für den Privatbereich in Größen von rund 400 bis 2000 Litern.

Welche Speicher sind eigentlich von den Neuerungen ab Ende September 2017 betroffen?

Betroffen davon sind Neugeräte aller drei Varianten: Puffer-, Kombi- und Trinkwarmwasserspeicher – und zwar mit einem Volumen von bis zu 2000 Liter. Wichtig: Die Verschärfung betrifft nur neue Produkte. Es besteht keine Nachrüstpflicht für alte Geräte. Und Lagerware darf auch noch verkauft werden.

Wie kann man eine gute Dämmung bei der Auswahl eines Warmwasserspeichers erkennen?

Dabei hilft ein Blick auf das Energielabel. Je kleiner der Wert, desto besser die Isolierung, da der Grad der Wärmedämmung über den Wärmeverlustwert definiert wird.

Hilft mir bei der Auswahl auch das EU-Energieeffizienzlabel?

Ja, das kann einen Hinweis auf Geräte gemäß den neuen Anforderungen bieten. Zur Erläuterung: Das EU-Energieeffizienzlabel gibt es für Wärmespeicher mit bis 500 Liter Volumen seit 2015. Die Etiketten für Wärmespeicher sind in Klassen von A bis G eingeteilt. Hier ändert sich nun etwas: Ab Ende September 2017 gilt das Label auch für Volumen bis zu 2000 Litern. Die Klasse G entfällt auf dem Etikett, dafür kommt als neue Top-Kategorie A+ hinzu. Die neuen Mindestanforderungen an die Speicherfähigkeit von Wärme sind so hoch, dass alle Speicher mindestens Klasse C haben müssen.

Steigen die Preise wegen des höheren Dämmaufwands?

Davon geht die Verbraucherzentrale NRW aus. BDH-Experte Alexander Werner sagt: „Der Wettbewerb sorgt dafür, dass die Mehrkosten nur unwesentlich weitergegeben werden.“ dpa

© Schwäbische Post 15.09.2017 17:18
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