Die Top 7 für das große Volksleiden

Rückenschmerzen sind zur Volkskrankheit geworden – und dies über fast alle Bevölkerungsschichten, Alters- und Berufsgruppen hinweg. Dabei sind es fast immer die gleichen Faktoren, die zu den Beschwerden führen.
  • ebea594c-593a-4b9e-b038-97dde7fa6791.jpg
    Eine ausgewogene Balance – sowohl körperlich als auch psychisch – ist von zentraler Bedeutung für die Rückengesundheit. Foto: Aktion Gesunder Rücken / Yuri Arcurs
Heute, am 15. März ist der 16. Tag der Rückengesundheit unter dem Motto „Balance halten – Rücken stärken!“. Organisiert wird der Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen. Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit und haben viele Gründe. Dabei kann jeder in seinem Alltag Einiges optimieren, um das Risiko für Rückenschmerzen zu verkleinern.

Die Top 7-Gründe für Rückenschmerzen sind:

  • 1.Schonung: Zuviel Ruhe, Schonung ohne Bewegung ist Gift für den Körper – und ebnet Rückenschmerzen den Weg.
  • 2.Bewegungsmangel: Viele Menschen schaffen nicht einmal 500 Meter pro Tag zu Fuß, 70 bis 90 Prozent aller Rückenschmerzen haben diesen Entstehungsgrund.
  • 3.Stressfaktoren: Lärm, emotionaler Druck, Leistungsdruck führt zu Fehlhaltungen und daraus resultierend auch zu Muskelverhärtung und Verspannungen sowie anschließend zu Schmerzen.
  • 4.Gewicht: Nicht nur starkes Übergewicht führt durch die zusätzlichen Kilos zur Last für den Rücken, sondern auch zu wenig Fleisch am Knochen lässt dann gekoppelt mit Stress und Belastungen Rückenschmerzen entstehen.
  • 5.Natürlicher Verschleiß: In der Regel ist die Ursache nicht zu viel Bewegung, sondern einfach altersbedingt. Es kommt zu einer Mangelversorgung der Knochen und Wirbel – dadurch zu Schmerzen.
  • 6.Schmerzanfälligkeit: Das Schmerzgedächtnis betrifft Menschen, die schon einmal (starke) Rückenschmerzen hatten; diese sind dann oft auch anfälliger für die neuen Beschwerden. Ihre Wahrscheinlichkeit, sie zu erleiden, ist doppelt so hoch wie bei Menschen, die noch nie betroffen waren.
  • 7.Mangelnde Regeneration: Dies gilt für Pausen am Tag und insbesondere für die Erholung in der Nacht. In der Regel ist die oft vergessene Ursache von mangelnder Regeneration neben der falschen Ernährung auch die falsche Lagerung während der Nacht. Der unterschätzte Effekt des Schlafes und hier auch die Wichtigkeit der Qualität des passenden Bettes (Kissen, Matratze und Unterfederung) wird leider immer gern vergessen. Es kommt zu einer Mangelversorgung der Bandscheiben, Muskeln, Sehnen, Bänder und dadurch auch langfristig durch eine verdrehte Lagerung und somit zur schlechteren Regeneration der Bandscheiben und somit oft zu Schmerzen in der Wirbelsäule.

Fazit: Stress reduzieren, Bett verbessern, natürlichen Verschleiß akzeptieren und Bewegung fördern, um Muskeln als Unterstützung des Rückens zu trainieren. Dann folgt der guten Nacht meist auch ein guter Tag. pm

zurück
© Schwäbische Post 14.03.2017 18:45
Ist dieser Artikel lesenswert?
1199 Leser
Kommentar schreiben
nach oben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.