Innere Unruhe: Auslöser und Tipps zur Bewältigung von Stress

Alltäglicher Stress macht sich auf vielfältige Weise bemerkbar. Häufig reagiert man auf Stress gereizt, ist launisch, nervös oder wird von einer inneren Unruhe gepackt. Dauert die Stressphase nur kurze Zeit an, legt sich dieser Zustand schnell wieder. Doch was ist, wenn sich Nervosität und innere Unruhe über längere Zeit erstrecken? Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Stress und was Sie bei inneren Unruhezuständen tun können.

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    Foto: © pixabay.com, geralt, CC0 Public Domain
Zeitdruck und Überforderung führen unweigerlich zu Stress

Fragen Sie sich regelmäßig: „Wie soll ich das nur schaffen?“ oder „Was, das jetzt auch noch, habe ich nicht schon genug zu tun?“. Das kann ein erster Hinweis darauf sein, dass Sie in der Stressfalle gelandet sind. Zeitdruck, ständig neue Aufgaben, die erledigt werden sollen und die Flut an täglichen E-Mails sind kaum noch zu bewältigen und führen unweigerlich zu Stress.
Oftmals entsteht dann ein Kreislauf aus Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen und Leistungseinbußen. Im Beruf werden die Aufgaben, die sonst leicht von der Hand gingen, nur verzögert und schlechter erledigt. Sie werden auf den kommenden Tag verschoben, Liegengelassenes stapelt sich auf dem Schreibtisch und man verliert den Überblick. Die Folgen: Man ist wütend auf sich selbst oder entwickelt eine Angst vor dem Versagen, was wiederum den inneren Druck erhöht. Schlaflose und mit Grübeleien verbrachte Nächte können folgen, genauso wie ein Gefühl der inneren Unruhe.

Stress erkennen und Hilfe suchen

Verkennen Sie den Stress nicht. Besteht er längere Zeit, kann chronischer Stress krankmachen. Wichtig ist, sich rechtzeitig Hilfe bei Stress und Burnout zu suchen.
Menschen, die an ständigen Stress und innerer Unruhe leiden, erleben sehr oft auch eine Wesensveränderung. Diese kann sich in Form von Ungeduld, Übermüdung oder Streitlust mit Familienmitgliedern und Kollegen äußern. Das Umfeld wird schlichtweg als Stressfaktor erlebt und damit als Bedrohung.

Das Ergebnis dieser ständigen inneren Unruhe sind Ängste, persönliches Leid, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und manchmal auch ein Burnout. Deshalb gilt es die sogenannten Stressoren, also die Stress auslösenden Faktoren, zu meiden.

Welche Stressoren gibt es?

Auslöser von Stress gibt es genug. Und: Das, was bei einem als Stress wahrgenommen wird, lässt einen anderen unberührt. Allgemein wird zwischen drei verschiedenen Arten von Stressauslösern unterschieden. Es gibt:

  • Externe Stressoren: Sie wirken von außen. Beispiele für diese Art der Auslöser sind Kälte, Lärm oder Hunger.
  • Interne Stressoren: Sie werden durch den Körper selbst verursacht und beispielsweise durch Krankheiten, Schlafmangel oder hormonelle Veränderungen hervorgerufen.
  • Psychische Stressoren: Sie sind auch als innere Stressoren bekannt. Darunter fallen zum Beispiel eigene Ängste, unerfüllte Erwartungen oder negative Gedanken.
    Meistens ist es nicht nur „der eine“ Stressauslöser, der an den Nerven zerrt und zu innerer Unruhe führen kann. Viele Faktoren wirken zusammen und bringen das Fass irgendwann zum Überlaufen mit körperlichen und seelischen Folgen. Spätestens dann ist es an der Zeit, dem Stress auf andere Weise zu begegnen.

Stress und innere Unruhe bewältigen lernen

Um den negativen Auswirkungen von zu viel Stress und innerer Unruhe entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, Anti-Stress-Helfer in den Alltag zu integrieren. Diese haben das Ziel, positive Gedanken und Gelassenheit zu fördern und helfen, den Stress wieder abzubauen. Zusätzlich sollten Sie Ihre eigenen Vorlieben berücksichtigen. Manch einer findet Entspannung, wenn er ein gutes Buch liest und dabei abschalten kann, ein anderer muss sich beispielsweise beim Sport richtig auspowern, um Stress abzubauen.
Außerdem gibt es ein paar einfache Mittel gegen Stress und innere Unruhe. Hier sind ein paar Anti-Stress-Helfer, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen:

  • Gute-Laune-Päckchen schnüren: Es handelt sich hierbei um ein kleines Säckchen, das bei sich getragen wird, welches mit etwas Gefüllt ist, was entweder die Sinne anregt (der Lieblingsduft) oder an etwas Schönes erinnert (kleines Mitbringsel aus dem Urlaub).
  • Anti-Stress-Sätze vorsagen: Es gibt viele von ihnen. Von buddhistischen Weisheiten bis hin zu Filmzitaten oder einfach positive Gedanken. Sagen Sie sich in Gedanken wiederholt einen Satz Ihrer Wahl vor. Um zu entspannen, braucht es allerdings etwas Übung. Ein Beispielsatz: „Heute kann mich nichts und niemand aus der Ruhe bringen“.
  • Positiver Rückblick im Tagebuch festhalten: Keine Angst, lange Abhandlungen müssen Sie nicht aufschreiben. Hier werden nur schöne Tagesereignisse festgehalten. Das schult den Blick auf Positives und hilft beim Stressabbau.
    Wer schon verschiedenes probiert hat und schon längere Zeit von innerer Unruhe geplagt wird, sollte sich an einen Arzt wenden. Dieser kann mit Ihnen die Ursachen ergründen, Krankheiten ausschließen und gegebenenfalls ein Medikament gegen innere Unruhe empfehlen.
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© Schwäbische Post 20.03.2017 08:41
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