Zu Ehren der großartigen Florence Nightingale

Sie war das Vorbild für zahllose Frauen und Mädchen: Florence Nightingale. Um sie zu ehren, aber auch um an die schwere Arbeit der Pflegenden zu erinnern, findet jedes Jahr am 12. Mai der internationale Tag der Pflege statt.
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    Wer in der Pflege arbeitet, erlebt auch sehr schöne Momente. Der Beruf ist dennoch äußerst anstrengend. Foto: arc
Der internationale Aktionstag „Tag der Pflege“ (auch „Tag der Krankenpflege“, „International Nurses Day“) findet am 12. Mai statt. Er wird – in Deutschland seit 1967 – am Geburtstag der wunderbaren Florence Nightingale veranstaltet.

Lady with the Lamp

Florence Nightingale (geboren am 12. Mai 1820 in Florenz; gestorben 13. August 1910 in London) war eine britische Krankenschwester. Die Tochter einer wohlhabenden britischen Familie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag wird daher ihr zu Ehren der Internationale Tag der Krankenpflege begangen. Insbesondere ihr Einsatz während des Krimkriegs verschaffte ihr in Großbritannien große nationale Verehrung – in die britische Folklore ging sie als Lady with the Lamp („Dame mit der Lampe“) ein, weil sie die von ihr betreuten Kranken im Lazarett mit einer Petroleumlampe in der Hand besuchte.

Nur wenige Pflegende üben ihren Beruf länger als 20 Jahre aus. Kaum verwunderlich, denn Pflege ist anstrengend, stressig und lässt kaum ein Verschnaufen zu.

Immer weniger sind bereit, die schwere Arbeit und die zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen bei den Pflegeberufen in Kauf zu nehmen. Arbeiten am Limit ist wenig attraktiv.

Die Arbeitsbelastung und das Tempo sind hoch

Im Faktenblatt „Arbeit in der Pflege – Arbeit am Limit? Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche“ der BAuA werden die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege mit denen sonstiger Erwerbstätiger verglichen. Mit schlechten Zahlen für die Branche. Pflege heißt zu wenig Pausen, schwer Heben und Tragen und das oft im Schichtdienst.

An ihre körperlichen und seelischen Grenzen stoßen Pflegekräfte vor allem durch schwierige Arbeitsbedingungen, wie

  • häufig schweres Heben und Tragen, wovon mit 72 Prozent die Pflegekräfte in der Altenpflege mehr als dreimal so oft betroffen sind wie andere Erwerbstätige,
  • lange Stehzeiten,
  • unregelmäßige Arbeitszeiten durch Schichtdienst, in dem 45 prozent der Kranken- und 35 Prozent der Altenpflegenden arbeiten,
  • zu kurze Erholungs- und Regenerationszeiten,
  • zu wenig Pausen,
  • überdurchschnittlich häufiger Termin- und Leistungsdruck,
  • viele Arbeitsunterbrechungen,
  • hohes Arbeitstempo,
  • Ausüben mehrerer Tätigkeiten nebeneinander und
  • geringer Handlungsspielraum beim Planen und Einteilen von Aufgaben. pm
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© Schwäbische Post 10.05.2017 19:20
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