Die Wirkung der Sonne auf unseren Körper

„Du musst mehr in die Sonne!“ – Ein gut gemeinter Rat, der gerne gegeben wird, wenn jemandes Stimmung getrübt ist. Doch was ist tatsächlich dran an der Annahme, dass die Sonne sich positiv auf unser Befinden auswirkt? Und wie genau werden wir durch die Sonneneinstrahlung beeinflusst? Damit in Zukunft die Hintergründe zur Relation von Sonne und Wohlbefinden bekannt sind, haben wir die Fakten kurz für Sie zusammengestellt.

Woraus sich die Sonnenstrahlung zusammen setzt

Ein Großteil des Sonnenlichts setzt sich aus ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) zusammen. Diese besteht aus langwelliger UVA-Strahlung, kurzwelliger UVB-Strahlung und UVC-Strahlung. UVC-Strahlung und ein Teil der UVB-Strahlung werden in hoher Atmosphäre von der Ozonschicht aufgehalten, während die UVA-Strahlen jedoch ungehemmt auf unseren Körper einwirken. Durch UVA- und UVB-Strahlung werden vielfältige Prozesse in Gang gesetzt, die das Leben auf der Erde erst möglich machen. Gerade die UVB-Strahlung ist im Körper am stärksten wirksam.

Warum die Sonne glücklich macht

Glück wird häufig mit einem besonders günstigen Zufall oder einer erfreulichen Fügung des Schicksals assoziiert: mit der Liebe, mit dem großen Gewinn beim Lottospiel, mit einer positiven Fügung der Dinge. Doch Glück, das kann auch eine angenehme, freudige und zufriedene Gemütsverfassung sein. Genau dieses Wohlbefinden wird insbesondere mit der Sonne in Verbindung gebracht. Trifft Sonnenlicht auf die Haut des Menschen, schüttet der Körper vermehrt Endorphine, sogenannte Glückshormone aus. Dazu gehört beispielsweise Serotonin. Dieses „Aktivitätshormon“ steigert das Wohlbefinden, reguliert den Zuckerstoffwechsel und vertreibt bedrückende Emotionen. Fühlt der Mensch sich hingegen müde und schlapp, wird dies häufig durch einen zu hohen Anteil an Melatonin im Blut ausgelöst. Sonneneinstrahlung führt zur Drosselung der Melatoninproduktion, das macht wieder munter und energiegeladen. Hier besteht ein direkter Zusammenhang zu einem ausgeglichenen Schlafrhythmus – Dunkelheit führt zu Müdigkeit, während Sonne uns fit für den Tag macht.

Weitere positive Effekte der Sonne

Man tut der Sonne Unrecht, wenn man ihre positive Wirkung nur auf das Wohlbefinden bezieht. Die Sonne ist ein wahres Wundermittel für die Gesundheit und den Körper. Ein wichtiger Stoff, der mit Hilfe des Sonnenlichts im Körper gebildet wird, ist Vitamin D. Diese Stoffgruppe ist die Vorstufe des Hormons Calcitriol und hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem, Knochenaufbau, Zähne und Muskeln. Durch die erhöhte Vitamin D Produktion wird das Immunsystem aktiviert und der Mensch vor Erkrankungen geschützt. Zusätzlich wird die Atmung angeregt, Durchblutung gefördert sowie Kreislauf und Stoffwechsel positiv beeinflusst. Vitamin D sorgt als Kalziumtransporteur für gesunde Knochen und Zähne und schützt insbesondere Frauen vor Brustkrebs. Geradezu revolutionär scheint des Weiteren die Erkenntnis eines Forscherteams der University of Edinburgh, dass UVA-Strahlung den Blutdruck senke. Sie sehen: Der Sonne ist einiges zuzutrauen!

Die Sonne in Maßen genießen

So wunderbar die positiven Auswirkungen von Sonnenlicht auch sind, trotz allem sollte sie in Maßen genossen werden. Eine zu hohe UV-Dosis führt zu trockener Haut und Schädigung der elastischen Fasern. Des Weiteren kann sie das Hautkrebsrisiko erhöhen, denn stark angegriffene Erbinformationen der Hautzellen können den Beginn eines Tumorwachstums veranlassen. Setzen Sie daher immer auf den Schutz durch Sonnenbrille und entsprechender Cremes!

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© Schwäbische Post 30.05.2017 15:55
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