Auf großer Fahrt mit dem Rad nach Ägypten

4500 km in 230 Tagen, quer durch den europäischen Kontinent bis nach Afrika, sind Tanya und Simon Bihr mit ihren Rädern gestrampelt.
  • Besonders begeistert auf ihrer Radreise hat Tanya und Simon Bihr das kleine, aber abwechslungsreiche Albanien mit seiner immensen Gastfreundschaft.

Tanya und Simon Bihr

Vor 230 Tagen hat unsere große Reise in Aalen begonnen, am 9. Mai 2017, um genau zu sein. Das Ziel war es, durch Europa zu radeln und bis Weihnachten in Ägypten zu sein. Genau das haben wir geschafft! Durch einige Tiefen und viele Höhen sind wir rund 4500 Kilometer durch Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Türkei und nun durch Ägypten gestrampelt.

Faszination Albanien

Unser Reisetagebuch umfasst schon mehrere Bände, aber als kurze Weihnachtsgeschichte möchten wir Albanien hervorheben. Dieses kleine Land, das lange Zeit völlig isoliert war, hat uns fasziniert. Landschaftlich ist es sehr abwechslungsreich mit breiten Stränden und hohen Bergen, die den heimischen Alpen Konkurrenz machen können.

Was uns am meisten beeindruckte war allerdings die Gastfreundschaft der Leute. Ein freundliches Winken mit „Hallo“ oder „Bravo“ kam von allen Seiten, wir wurden oft zu sehr gutem Kaffee oder anderen Kleinigkeiten eingeladen und selbst in manchen Supermärkten wollte der Kassierer kein Geld von uns. Das ganze gespickt mit einer taktvollen Zurückhaltung, so dass wir uns nie bedrängt gefühlt haben.

Eine Weihnachtsgeschichte

Eines Abends konnten wir leider keinen Platz für unser Zelt finden und es gab auch kein Campingplatz in der Gegend. Freundlich wie die Albaner sind, wurden wir von einer Gruppe in eine Bar eingeladen und keine Minute später hatten wir ein Bier in der Hand. Es sollte nicht das Einzige an dem Abend bleiben. Anfängliche Verständigungsschwierigkeiten wurden schnell abgebaut und ein weiterer Freund, der perfektes Deutsch konnte, wurde per Handy alarmiert. So verbrachten wir einen lustigen Abend und zum Abschluss bekamen wir den Schlüssel der Bar in die Hand gedrückt, wodurch unsere Übernachtungsschwierigkeiten auch gelöst waren.

Wären Maria und Josef in Albanien unterwegs gewesen, Jesus wäre ganz bestimmt nicht in einem armen Stall auf die Welt gekommen!

Sommerurlaubswerbung

Deswegen unsere schamlose Werbung für Ihren nächsten Sommerurlaub: Wie wäre es mit Albanien?

Wir wünschen unserer Familie und allen unseren Freunden und Bekannten in Aalen und Umgebung ein gesegnetes Fest und gutes neues Jahr!

Ein extra großer Gruß und Dankeschön geht an meine Eltern, ohne die solch ein Unternehmen nicht möglich wäre und natürlich an meine allerliebste Tante Ritsch!

Tanya und Simon

Mehr Geschichten und Erlebnisse von der Radreise gibt es unter:
www.rock-road-rhino.com

© Schwäbische Post 23.12.2017 00:47
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