Das Mega-Sportevent mit Tradition

Über sechzig Mannschaften treten am Wochenende in sportlichen Wettstreit. Alljährlich eine große Aufgabe für die TG Hofen, die ihr Turnier zu einem der größten Kleinfeld-Handball-Turniere in Deutschland entwickelt hat.
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    Internationales Match im vergangenen Jahr: Die TG Hofen (grünes Trikot) gegen die Gäste aus St. Lô. Foto: hag
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    Die 1. Mannschaft der TG Hofen 1966. Zur Feier des 40-jährigen Bestehens der Handball-Abteilung wurde zum ersten Kappelbergturnier eingeladen. Foto: TG Hofen

Aalen-Hofen. „Es ist angerichtet, die Sause kann steigen“, so der Handball-Abteilungsleiter der TG Hofen Philipp Röhrer und sein Stellvertreter Tobias Rathgeb. Der kleinste Stadtbezirk Aalens mit seinen knapp über 2000 Einwohnern übt sich in Vorfreude auf ein Großereignis. „Die Identifikation mit dem Kappelbergturnier ist auf einem sehr hohen Niveau, da wird wieder ganz Hofen auf den Beinen sein“, sagt Philipp Röhrer.

Das Traditionsturnier hatte seinen Ursprung bei der TG Hofen, inzwischen ist es aber zu einer „Hofen-Hüttlinger-Gemeinschaftssache“ geworden, seit die Spielgemeinschaft SG Hofen-Hüttlingen (SG2H) zuerst bei der Jugend und dann auch bei den Aktiven gebildet wurde.

Philipp Röhrer und Tobias Rathgeb sind neu in der Abteilungsleitung der TG Hofen. „Gleich eine riesige Herausforderung, aber wir haben ein tolles Team mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen Kämpen und jungen Leuten, die sich mit dem Kappelbergturnier identifizieren“, betonen die beiden.

Ein Treffen von Freunden

Es ist Sport, es ist lebendige Geselligkeit, man trifft sich, kommuniziert, man ist unter Freunden. Das war vor fünfzig Jahren so, als das Kappelbergturnier aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der TG Hofen aus der Taufe gehoben wurde und dieser Esprit ist bis heute geblieben.

Das Kappelbergturnier der TG Hofen entwickelte sich binnen fünf Jahrzehnten zu einem der größten Kleinfeld-Handball-Turniere in Deutschland und „alle helfen mit, da braucht man eigentlich kaum nachzufragen“, freut sich die Schatzmeisterin des Gesamtvereins Sabine Jakob.

Alle, das sind rund 350 Helferinnen und Helfer, die bis Sonntag benötigt werden. Natürlich ist da auch viel Erfahrung in petto. In der Küche, bei Logistik und Infrastruktur oder wenn die Spielpläne für das Turnierwochenende gestrickt werden.

Die Identifikation ist auf einem sehr hohen Niveau.

Philipp Röhrer, Handball-Abteilungsleiter der TG Hofen

Einzigartig in Süddeutschland

„Einmal Kappelberg, immer Kappelberg“, sagen die sieben eingeschworenen Handball-Freaks Franz Linsenmaier, Hermann Haas, Richard Mewitz, Mathias Huber, Xaver Feil, Lothar Starz und Ludwig Feifel, die „das Alleinstellungsmerkmal in Süddeutschland“ unterstreichen. Früher sei quasi ein jeder Mädchen für alles gewesen. Man habe jede Hand gebraucht. Handball gespielt und zwischendurch jedwede Dienste verrichtet. Das Küchenteam mit Hans Fürst an der Spitze wird von den Gästen aus nah und fern geschätzt.

Schichtarbeit wird auch bei der Jubiläumsauflage wieder gefragt sein. Dass in der Vergangenheit immer wieder Vereins aus ganz Süddeutschland den Weg nach Hofen fanden, ist dem „Schwarzkittel-Einsatz“ von „Grand Seigneur“ Lothar Starz zu verdanken. Als Schiedsrichter fuhr er die Landkarte rauf und runter und machte das Hofener Kappelbergturnier bei den Vereinen publik.

Internationales Flair

Den Höhepunkt in der Historie bilanzierte man anno 1982 mit 147 Mannschaften. „Die Mannschaften sind weniger geworden, nicht zuletzt wegen der Bildung von Spielgemeinschaften, aber der Turnierreiz ist geblieben“, sagt Ludwig Feifel.

Für das internationale Flair des Kappelbergturniers hat vor Jahren Hermann Haas gesorgt. Die Rede ist von den Teams aus der Aalener Partnerstadt St. Lô sowie aus dem tschechischen Strakonice. 1990 waren die Tschechen zum ersten Mal mit von der Partie. ls

Die Abteilungsleiter in der Geschichte des Turniers

Die Abteilungsleiter seit 1966:
Arnold Ergezinger (1966-1967), Gerhard Haas (1968-1969), Wolfgang Wiesner (1970), Franz Klimesch (1971-1972), Ludwig Feifel (1973), Franz Klimesch (1974-1978), Xaver Feil (1979- 1982), Lothar Starz (1983-1997), Andreas Mayer (1998-2004), Carolin Häussler (2005-2015), Franziska Fabian und Anna Rieger (2016), seit 2017 Philipp Röhrer und Tobias Rathgeb.

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© Schwäbische Post 25.07.2017 17:09
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