Bundeskanzlerin Merkel zu Gast auf der Gamescom 2017

Auch auf der Gamescom 2017 waren wieder viele hunderttausend Besucher zu Gast, die dem Motto „Einfach zusammen spielen“ alle Ehre machten. Eröffnet wurde die Spielemesse in diesem Jahr von Angela Merkel, wobei einer der vielen Schwerpunkte des Events auf dem Bereich des eSports lag. Die Messe, die vom 22.- 26. August in Köln stattfand, hatte einige interessante Neuheiten zu bieten, sodass nicht nur Fans auf ihre Kosten kamen.

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    Die Gamescom, die in diesem Jahr von der Bundeskanzlerin persönlich eröffnet worden ist, ist mittlerweile schon wieder Geschichte.
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    Die diesjährige Gamescom war auch für die Politik auf Bundesebene von Relevanz, weil es um die Förderung der Branche geht.
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    Auch auf der diesjährigen Gamescom wurden wieder diverse neue Spiele vorgestellt, die auf breites Interesse stießen.
Bundeskanzlerin Merkel hat 2017 erstmalig die Gamescom eröffnet

Fünf Tage drehte sich auch in diesem Jahr auf der Gamescom wieder alles rund um die Spielszene, die erstmalig von der Bundeskanzlerin persönlich eröffnet worden ist. Die Gamescom stand in diesem Jahr unter dem Motto „Einfach zusammen spielen“ und hatte allerhand neuartige Spiele zu bieten:

- 900 Aussteller waren auf der Messe anwesend
- Sie stammten aus über 50 Ländern der Erde

Der erste Tag der Messe, die im letzten Jahr insgesamt rund 345.000 Personen aus privaten wie Fachkreisen besucht hatten, war nur den Medien und Fachbesuchern vorbehalten. Vom 23. bis zum 26. August durften dann schließlich alle Besucher das Messegelände betreten. Rund um die Gamescom herum fand in diesem Jahr auch ein umfangreiches Rahmenprogramm statt, welches die folgenden Highlights beinhaltete:

25.-27. August: Gamescom City Festival
24.- 25. August: Videodays

Während es bei dem Gamescom City Festival vor allem die Musik war, die im Vordergrund stand, waren bei den Videodays die bekanntesten Youtuber im Fokus des Interesses.

Gamescom stand in diesem Jahr auch im Interessenfokus der Politik

Besonders war in diesem Jahr, dass die Gamescom vermehrt im Interesse der Politik stand. So war es unter anderem die Kanzlerin selbst, die nicht nur die kulturelle Bedeutung der Veranstaltung hervorhob, sondern letztlich auch die wirtschaftliche. Wirft man einen Blick zurück auf die vergangenen Jahre, so ist es längst nicht mehr das primäre Ziel von Politikern, vor den Gefahren, die mit Ballerspielen einhergehen, zu warnen. Vielmehr ist die gesamte Branche von politischen Kräften inzwischen auch als Wirtschaftsfaktor anerkannt worden. Die Kanzlerin äußerte sich deshalb gegenüber digitalen Spielen äußerst positiv und betonte:

„Sie sind Kulturgut, Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor.“

Doch das Lob von Merkel ging noch darüber hinaus, denn sie bezeichnete die Branche sogar als „starken Pfeiler der deutschen Wirtschaft.“ Glücklicherweise hat inzwischen auch die Kanzlerin erkannt, dass die Spielbranche von mehr politischem Rampenlicht profitieren könnte. Es gibt zwar bereits diverse Förderprogramme, die sich Spieleentwickler zunutze machen können, allerdings deckt das Ganze bei weitem noch nicht den tatsächlich vorhandenen Bedarf. Vorreiter sind diesbezüglich die nachstehenden Länder:

1. Kanada
2. Frankreich
3. Polen

Hier sind weitaus großzügigere Förderprogramme vorhanden, die auch tatsächlich denjenigen Personen zugutekommen, die das Geld am ehesten gebrauchen können. Letztlich waren auf der Gamescom 2017 deshalb auch insgesamt so viele Politiker wie noch in keinem Jahr zuvor.

Zahlreiche neue Spiele waren in diesem Jahr besonders von Interesse

Natürlich wurden auch wieder etliche interessante Spiele auf der kultigen Messe vorgestellt, die zu Recht im Fokus von Presse und Besuchern standen. Besonders populär war der VR-Thriller namens „Transference“. Die VR-Technologie gilt als eines der zukunftsweisendsten Konzepte überhaupt, weil es die Barriere, die normalerweise zwischen dem Spieler und dem Bildschirm existiert, eliminiert. In dem Game bewegt man sich dementsprechend immer zwischen Momenten, die einen schocken und permanenter Anspannung. Besonders realistisch wird das Ganze dadurch, dass der Spieler zwei Controller in die Hände nehmen muss, die im Spiel dann zu den Armen des Akteurs werden. Weniger gut kam in diesem Jahr allerdings das beliebte Fußballspiel FIFA 18 bei den Fans weg. So ergeben sich im Vergleich zu dem Vorgänger nicht nur wenig Neuerungen, sondern auch so mancher Nachteil:

- Spielfluss kommt insgesamt langsamer herüber
- Spiel fühlt sich nicht realistischer an
- Torwartparaden und andere Aktionen erscheinen unwirklich

Abgesehen von weiteren neuartigen Spielen wie „Anno 1800“ oder „Assasin's Creed Origins“ versucht auch die Casinobranche stetig, neue und interessante Spiele auf dem Markt zu platzieren. Als Branchenprimus gilt diesbezüglich das Online Casino Mr. Green, welches bereits zahlreiche Auszeichnungen und Awards erhalten hat. Deshalb haben die übrigen Entwickler auch zunehmend Schwierigkeiten, wirkliche Innovationen zu erschaffen. Auch hier könnte sich allerdings die VR-Technologie künftig durchsetzen.

Erste Gamescom fand 2008 statt und hieß vorher Games Convention

Wirft man einen Blick auf die Historie der Gamescom, so ist mittlerweile knapp ein Jahrzehnt vergangen, seitdem die erste Messe ausgestellt worden ist. Vor dem Jahr 2008 hieß sie außerdem noch „Games Convention“ und fand regelmäßig in Leipzig statt. Auf weltweiter Ebene rangiert die Gamescom als Messe für Unterhaltungselektronik auf Platz 2, während sich die „Asia Game Show“ den Spitzenplatz nach wie vor sichern kann. Besonders interessant ist auf der Gamescom nicht nur zu sehen, wie sich die Spiele als solche verändert haben, sondern auch die Besucherzahlen:

2009: 245.139 Besucher
2011: 275.000 Besucher
2013: 340.000 Besucher
2015: 345.000 Besucher
2017: 355.000 Besucher

Doch nicht nur die Zahlen für die Besucher allgemein sind seit 2009 deutlich angestiegen, sondern auch die Anzahl der Aussteller, sowie die Größe des gesamten Areals. Ebenso sind in den jeweiligen Jahren immer unterschiedliche Nationen als Partnerland für die Gamescom aufgetreten. Während es in diesem Jahr Kanada war, entfiel diese Rolle im Vorjahr auf die Türkei und anno 2015 noch auf Großbritannien. Aller Voraussicht nach wird die Gamescom auch in Zukunft immer weiter expandieren.

Quellen:
Pe3k – 701301574 / Shutterstock.com
360b – 152322332 / Shutterstock.com
rkl_foto – 703700734 / Shutterstock.com

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© Schwäbische Post 06.09.2017 11:16
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