In Aalens größtem Stadtteil geht’s voran

In Wasseralfingen wird gerade einiges Geld in die Entwicklung von Infrastruktur und Wohngebieten gesteckt. So werden Baulücken geschlossen und das Bezirksamt erhält einen Aufzug.
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    Blick vom Braunenberg auf einen Teil von Wasseralfingen. In der Bildmitte ist die evangelische Magdalenenkirche zu sehen. Foto: arc/sik
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    Das Spiesel-Freibad, wird im kommenden Jahr saniert. Foto: sik
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    Eine der markanten Sehenswürdigkeiten in Wasseralfingen ist die Kirche Sankt Stephanus. Foto: opo
Aalen-Wasseralfingen. Im Interview mit unserem Mitarbeiter Lothar Schell blickt Ortsvorsteherin Andrea Hatam auf wichtige Entscheidungen in jüngster Vergangenheit und nennt jene Dinge, die ihr unter den Nägeln brennen.

Frau Hatam, der Aufzug fürs Rathaus ist ein Dauerbrenner...

Vergangenheit und nahe Zukunft verzahnen sich, wenn ich heute feststellen kann, dass der barrierefreie Zugang zum Bezirksamt in absolute Nähe gerückt ist. Der Aufzug war der große Wunsch in Wasseralfingen, eine absolute Notwendigkeit – nicht nur für gehbehinderte Menschen, sondern auch für ältere Mitbürger und Eltern mit Kinderwägen. Die gesamte Elektrik musste erst erneuert werden, die Zeit der vielen Stufen ist vorbei. Dafür haben wir zwei Jahre gekämpft.
Hochzufrieden sind wir aber auch, dass der barrierefreie Zugang zum Gleis drei und die Park-and-Ride-Parkplätze am Bahnhof in trockenen Tüchern sind.

Wie sehen Sie die Lösung für die neue Kleingartenanlage?

Auch hier kann man von einem Dauerbrenner reden. Für die Erzweg-Anlage wurde an der Straße nach Hüttlingen ein hervorragender Ersatz mit vierzehn Parzellen gefunden, die alle belegt sind. Der Freizeitwert passt, etwa die Hälfte der Leute sind vom Erzweg runter ins Tal gezogen. Die Stollen unterm Erzweg werden übrigens zeitnah verfüllt, damit wieder ein normaler Verkehrsweg auch für Busse und LKWs ermöglicht wird.

Wie geht es beim Baugebiet in der Maiergasse weiter?

Auch hier herrscht Bewegung. Im Frühjahr rechne ich mit der Erschließung. Im vorderen Bereich wird es wohnverträgliches Gewerbe geben, im hinteren Bereich Wohnen mit Geschosswohnungsbau und Einzelhäusern. Im Zuge der Maßnahme soll der Kocher renaturiert werden. Noch dieses Jahr entsteht ein sogenanntes Umgebungsgerinne mit Seitenarmen

Was wird der Wasseralfinger Ortschaftsrat nach der Sommerpause in Angriff nehmen?

Da sind einige Dinge, die unter den Nägeln brennen. Die Sanierung der Zuschauerränge im Spiesel-Stadion ist überfällig, wir werden am Sanierungsbedarf der Schulen dranbleiben und natürlich wird das Spiesel-Freibad im Fokus stehen. Es ist gut, dass wir noch ein Jahr in Ruhe die Details abstimmen können für eine konkrete Umsetzung. Die Grundstruktur steht ja.

Sie haben das Schnepf-Areal vergessen...

Nein, natürlich nicht. Ich werde täglich irgendwo zu Recht darauf angesprochen. Hier das wunderschöne Böhm-Gebäude, dort die Brache. Das Grundstück wurde von privat an privat verkauft. Es gab ja schon ein Baugesuch und eine Baugenehmigung. Eng eingeschaltet ist inzwischen der OB, um das leidige Thema mit Hochdruck voranzutreiben. Ich bleibe optimistisch, dass in Bälde der Durchbruch gelingt.

Wie ist es um Bauplätze bestellt?

Wie schon gesagt, in erster Linie die Maiergasse. Aber auch in „Treppach-West“ kommt Bewegung rein. Zudem konnten wir in Wasseralfingen viele Baulücken schließen, privat und durch die Kreisbau am Kappelberg. Die von der Stiftung Haus Lindenhof betreute Senioren-WG am Kappelberg hat Maßstäbe gesetzt.

Wie ist es um die innerörtliche Entwicklung bestellt?

Der Gewerbe- und Handelsverein bemüht sich sehr um Leben in Wasseralfingen. Wir haben kaum Leerstände und der tägliche Bedarf kann gedeckt werden. Im Handwerk sind wir sehr gut aufgestellt. Klar, dass im Einzelhandel noch Luft nach oben ist. Aber es gebührt nicht der Sache, dass nicht selten Wasseralfinger ihr Wasseralfingen schlechter reden, als es ist.

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© Schwäbische Post 07.09.2017 16:56
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