Tolle Karriere mit einer Lehre

Jeder fünfte Auszubildende hat heute Abitur. Die duale Ausbildung zieht als handfeste Grundlage für eine berufliche Karriere.

Trotz der Möglichkeit, die berufliche Laufbahn mit einem Studium zu beginnen, entscheiden sich viele Jugendliche, die eigentlich eine Hochschulzugangsberechtigung haben, für eine solide duale Berufsausbildung und somit für eine mögliche Karriere mit Lehre. Im Jahr 2015 waren dies 383 von 1878 Jugendlichen und damit jeder fünfte mit Abitur in Berufen der IHK.

Anstelle eines Studiums haben sich 383 Jugendliche für eine duale Berufsausbildung und für einen Karriereweg mit Lehre entschieden. Seit Jahren ist hierbei, aus Sicht der IHK, eine positive Entwicklung festzustellen. Das bedeutet, in 2015 waren es 100 Abiturienten mehr als 2011, die sich für eine solide duale Berufsausbildung entschieden haben.

Guter Start ins Berufsleben

André Louis, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der IHK Ostwürttemberg: „Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, denn sie zeigt, dass eine duale Berufsausbildung auch bei Jugendlichen mit Abitur oder Fachhochschulreife ein guter und auch attraktiver Start ins Berufsleben ist.“ Die Chancen und Perspektiven werden angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels für die Jugendlichen immer besser. Louis: „Waren früher Ausbildungsplätze Mangelware, können heute schon zahlreiche Lehrstellen nicht besetzt werden, weil schlichtweg die passenden Bewerber fehlen.“

Laut Louis müsse wieder mehr ins allgemeine Bewusstsein gerückt werden, dass eine klassische Berufsausbildung eine gute Basis auf der Karriereleiter sein kann. „Denn nach der Lehre gibt es eine Vielzahl an Weiterbildungen, die einem tolle Berufschancen mit neuen Aufgaben und Herausforderungen eröffnen“, weiß Cornelia Kirchmayr, Leiterin des Geschäftsbereichs Weiterbildung bei der IHK Ostwürttemberg.

Aufstieg in Führungspositionen

Die Aufgaben beruflich Qualifizierter sind mit denen von Akademikern oft nicht zu unterscheiden. Nach einer jüngsten Umfrage haben etwa 47 Prozent der Absolventen einer beruflichen Weiterbildung eine Führungsposition mit Personalverantwortung, aber nur 39 Prozent der Hochschulabsolventen. Unternehmen schätzen die beruflichen Kompetenzen und auch die Berufserfahrung der Weiterbildungsabsolventen, die sie schon in ihrer Lehre als Teamplayer erworben haben. „Ein Studium ist daher nicht zwingend notwendig, um in der Arbeitswelt Verantwortung übernehmen zu können“, so Kirchmayr. Wer sich für einen Karriereweg ohne Studium und mit einer dualen Berufsausbildung entscheidet, hat derzeit hervorragende Aussichten, um sich beste Karrierechancen zu eröffnen.

Weitere Informationen bei der IHK Ostwürttemberg: André Louis, Leiter Geschäftsbereich Ausbildung, Tel. 07321/324-185, louis@ostwuerttemberg.ihk.de und Cornelia Kirchmayr, Leiterin Geschäftsbereich Weiterbildung, Tel. 07321/324-152, kirchmayr@ostwuerttemberg.ihk.de.

© Schwäbische Post 23.11.2017 11:07
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