Geld investieren: Luxusuhren als attraktive Wertanlage

In Zeiten von Niedrigzinsen kommen emsige Sparer nicht umhin, nach neuen Wegen zu suchen, ihr Geld sinnvoll und rentabel anzulegen. Für die einen stellen Immobilien die perfekte Alternative zu klassischen Sparmodellen dar. Andere wiederum investieren gerne in Gold. Doch auch Luxusuhren werden als Wertanlage unter Investitionsfreudigen zunehmend beliebter. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten. Denn nicht bei jedem Modell tritt auch tatsächlich die gewünschte Wertsteigerung ein. Wer weiß, worauf es beim Kauf von Luxusuhren genau ankommt, ist hier klar im Vorteil.

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    Foto: Flickr Rolex Daytona 6265 hypo.physe
Mit einer Luxusuhr als Wertanlage kann man doch eigentlich nichts verkehrt machen – wird häufig angenommen, ist allerdings nicht ganz richtig. Denn ähnlich wie Neuwagen unterliegen auch Luxusuhren einem Wertverfall. Es sei denn, es ist eine Uhr, die sich im Laufe der Jahre zu einem richtigen Kultobjekt bzw. Sammlerstück entwickelt konnte. Dann steigt ihr Wert enorm an. Doch solch ein Uhren-Modell muss man erst einmal erkennen können.

Limitierte Modelle sind heißbegehrt

Auf der relativ sicheren Seite ist man mit einer Uhr, die in limitierter Auflage erscheint. Eins der bekanntesten Beispiele dafür ist zweifelsohne die Rolex Daytona aus Stahl. Wer diese Luxusausführung ergattern will, muss häufig mehrere Jahre lang darauf warten und am Ende mitunter einen großen Aufschlag auf den Listenpreis in Kauf nehmen. Das ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit, sein Geld in Uhren anzulegen. Auch "normale" Modelle eignen sich hervorragend als Wertanlage – vorausgesetzt sie tragen den Namen einer weltbekannten Uhrenmarke. "No-Name"-Produkte lassen sich vielleicht gut am Handgelenk tragen, sind als Geldanlage allerdings ungeeignet.

Auch der Name kostet Geld

Unter Experten gelten A. Lange&Söhne, Rolex, Patek Philippe und Richemont als weltweit wertstabilste Uhrenmarken. Wer nicht nur gern in Luxusuhren investiert, sondern sie auch mit Vorliebe trägt, sollte über eine Anschaffung im Doppelpack nachdenken. Eine Uhr fürs Büro und eine für freizeitliche Aktivitäten zum Beispiel. Das minimiert die Abnutzung enorm und steigert ganz nebenher die Chancen, zumindest mit einem der Modelle einen späteren Überflieger ergattert zu haben. Gebrauchte Uhren können übrigens auch eine gute Wertanlage darstellen. Man sollte beim Kauf allerdings penibel auf den Zustand der Uhr achten. Kratzer oder sonstige Auffälligkeiten können den Wert der Uhr enorm mindern. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn man selbst ein teures Modell trägt und es hinterher renditeträchtig verkaufen will.

Je mehr Zusatzfunktionen, desto besser

Was eine Uhr besonders wertvoll macht, sind neben hochwertigen Materialien auch verschiedene Zusatzfunktionen. Die beliebteste und mit Abstand wertvollste ist der ewige Kalender. Dank dieser Funktion wird dem Träger automatisch das Datum unter Berücksichtigung der Schaltjahre angezeigt. Im Wert steigt eine Uhr auch, wenn ihr Vorbesitzer eine bekannte Persönlichkeit war. Man muss zwar zunächst eine Menge Geld investieren, kann sich dafür aber ziemlich sicher sein, dass die Uhr in einigen Jahren noch mehr wert ist. Als besonders hochwertig und wertvoll gelten übrigens mechanische Uhren. Im Vergleich zu nichtmechanischen Modellen sind diese in der Pflege allerdings besonders anspruchsvoll. Deshalb ist eine ausführliche Recherche im Vorfeld einer Investition in eine mechanische Uhr ein Muss.


Bildrechte: Flickr Rolex Daytona 6265 hypo.physe CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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© Schwäbische Post 27.09.2016 10:08
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