Startups: Mit optimierter Lagertechnik schneller Erfolge verbuchen

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    Foto: ©flickr.com, Kecko, CC BY 2.0
Baden-Württemberg bietet beste Bedingungen für Startups und angehende Unternehmen, die ihre Produkte online vermarkten und verschicken wollen. Nicht ohne Grund war die Region Ostwürttemberg auf dem diesjährigen Startup-Gipfel in Stuttgart vertreten und setzte sich dort für das regionale Wachstum ein. In Kurzvorträgen präsentierten die Start-ups und ihre Partner Kooperationsmöglichkeiten und wagten einen Blick in die Zukunft. Wie wird sich beispielsweise die zunehmende Digitalisierung auf die Logistik von Unternehmen aus? Große Lagerhallen und ein gut ausgebautes Straßennetz ermöglichen rund um Ostalb momentan einen schnellen Versand – vorausgesetzt, die Lagertechnik und Logistik funktionieren. Das ist auch notwendig, denn Kunden, die online kaufen, erwarten in der Regel eine schnelle Lieferung und haben für Versandprobleme nur wenig Verständnis – umso wichtiger ist es, auf moderne Lagertechniken zu setzen, die einen reibungslosen Ablauf ermöglichen.

Wenn die Logistik an ihre Grenzen stößt

Besonders bei Startups besteht die Gefahr, dass die Logistikabteilung überlastet ist, wenn das Unternehmen zu schnell wächst. Zu viele Aufträge, zu wenig Personal und zum Teil auch eine veraltete Technik können die Prozesse verlangsamen und Folgen für die gesamte Entwicklung des Unternehmens haben. Hier gilt es, die Vorteile und Nachteile von Abläufen entsprechend gegeneinander abzuwägen. Manche Unternehmen setzen beispielsweise auch heute noch auf die Just-in-Time-Produktion und stellen Waren erst dann her, wenn sie gekauft werden. Mit dieser Variante lässt es sich zwar umgehen, dass sich unbeliebte Ladenhüter im Lager stapeln; zudem lassen sich mit dieser Methode Materialkosten einsparen – doch Vorsicht: im digitalen Zeitalter ist es kaum möglich, auf diese Weise der Nachfrage gerecht zu werden und schnelle Lieferzeiten zu bieten.

Vorausschauend produzieren und intelligent lagern

Sinnvoller ist die Investition in eine professionelle Ausstattung des Lagers mit Regalen, Schränken, Bürostühlen, Leitern, Palletten und entsprechenden Gerätschaften für das Auffüllen des Lagers. Um große oder schwere Waren zu transportieren, sind beispielsweise Hubwagen besser geeignet als klassische Gabelstapler, da sie leichter und komfortabler zu bedienen und auch auf kleinstem Raum flexibel einsetzbar sind. Wer sich im Fachhandel nach Hubwagen umschaut, findet beispielsweise mit einer handlichen Ameise schnell eine effektive Lösung für den Umgang mit schweren Lasten. Trotz der leichten Bedienung sollten Führungskräfte ihre Mitarbeiter entsprechend schulen, um einen sicheren Umgang mit den Gerätschaften zu garantieren. Auch ausgefeilte Lagersysteme für die Waren sparen Platz und Zeit: Wer sein Lager beispielsweise mit leistungsstarken Rollbahnen ausstattet, ermöglicht eine noch schnellere Warenauffüllung und -entnahme, ohne umständlich hin und her rangieren zu müssen. Alternativ kann auch ein einheitliches Verpackungssystem dabei helfen, die Lagertechniken zu optimieren – wird beispielsweise alles auf Paletten gelagert, können Mitarbeiter Waren schneller einräumen und sortieren, als wenn sie zwischendurch noch Kartons einzeln verpacken und per Hand einsortieren müssten. In diesem Zusammenhang werden auch die Veränderungen im Rahmen von Industrie 4.0 entscheidend sein: Mit der Vernetzung der Geräte und automatisierten Abläufen wird zukünftig mit immer weniger Ressourceneinsatz eine maximale Wertschöpfung erreicht. Dieses Potenzial sollten auch mittelständische Unternehmen nicht verschenken.

Digitalisierung in der Logistik

Bereits seit Jahren kommunizieren in Verteilungszentren Fördertechnik und Produkte über ein sogenanntes Warehouse-Management-System miteinander. Vor diesem Hintergrund wird sich aktuellen Prognosen zufolge eine Entwicklung hin zu verstärkt technologisierten Lagern abzeichnen, innerhalb derer die Prozesse dank einer ausgefeilten Codiertechnik optimiert und automatisiert werden. Unternehmen sollten daher auch die Entwicklung hin zur Digitalisierung der Logistiksysteme nicht aus den Augen lassen. Regalsysteme, die sich elektronisch melden, wenn Bestand nachgefüllt werden muss oder auch automatisierte Flotten, die Paletten in Regalen einlagern, können Zeit und Kosten sparen und die Prozesse beschleunigen. Grundsätzlich ist eine effiziente Arbeitsweise für Wachstum und Erfolg eines jungen Unternehmens ebenso entscheidend wie innovative Technik. Ob nun mithilfe moderner Lagersysteme und Gerätschaften oder digitalisierten Abläufen – auch wenn die Kosten für Unternehmen eventuell zunächst abschreckend erscheinen, zahlt sich diese Investition für eine langfristig funktionierende Intra-Logistik aus.


Bildrechte: Flickr SBB – EIZ Erstfeld Kecko CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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© Schwäbische Post 15.08.2017 07:37
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