Planung ist alles - so klappt der Studienbeginn

In wenigen Monaten ist es wieder soweit: Dann strömen zehntausende "Erstis" zum Wintersemester 2018/19 an die Universitäten in Baden-Württemberg. Für Studienanfänger ist es häufig nicht leicht, sich von einem Tag auf den nächsten im neuen Leben und Alltag als Student zurechtzufinden.


Wohnungsmangel, ein begrenztes finanzielles Budget und ein fremdes Umfeld können dazu beitragen, dass sich Studienanfänger gerade am Anfang überfordert fühlen. Es ist ratsam, sich vor dem Unistart ausreichend vorzubereiten, denn nur wer richtig plant, behält die Nerven.

Den Umzug rechtzeitig organisieren

Ist der Studienplatz erst einmal in der Tasche, währt die Euphorie häufig nur kurz. Viele angehende Studierende müssen dann feststellen, dass eine noch größere Herausforderung auf sie wartet. Je nach Studienort gestaltet sich die Suche nach einer Wohnung oft als problematisch. Vor allem in den Hochburgen Heidelberg, Freiburg und Stuttgart sind bezahlbare WG-Zimmer Mangelware und die Wartelisten der Wohnheime lang.

In Baden-Württemberg ist die Situation vor allem deshalb so prekär, weil das Bundesland zum einen landesweit die meisten Hochschulen hat und zum anderen nach Bayern und Nordrhein-Westfalen auch die größte Anzahl an Studenten. Um eine Chance zu haben, noch vor Semesterbeginn eine Unterkunft zu finden, sollten Erstsemester so früh wie möglich mit der Suche beginnen und ausreichend Zeit dafür einplanen.

Hat man schließlich Erfolg und ein Zimmer oder eine Wohnung gefunden, muss der Umzug organisiert werden. Wer für das Studium den Wohnort wechselt, nimmt in der Regel einiges an Mobiliar aus seinem Elternhaus mit. Damit man alles transportieren kann, lohnt es sich, einen Sprinter oder einen Transporter zu mieten. Auch ein Anhänger für das Auto ist eine Option; dann sollte man aber keinesfalls vergessen, die nötige Anhängerkupplung zu besorgen. Je nach Fahrzeugschein beziehungsweise Hersteller, Modell oder Motorisierung findet man schnell das passende Modell.

Vorbereitend sollte man außerdem ausreichend Umzugskisten organisieren, denn der benötigte Platz wird häufig unterschätzt. Um alle Sachen bequem unterbringen zu können, sollte pro Quadratmeter mindestens eine Kiste eingeplant werden. Umzugskartons lassen sich außerdem wesentlich besser stapeln und transportieren als offene Tüten oder Säcke. Vor dem Umzug sollten sich angehende Studenten auch um eine Weiterleitung ihrer Post zur neuen Wohnung kümmern.

Kontakte an der Uni knüpfen

Aller Anfang ist nur halb so schwer, wenn man "Leidensgenossen" um sich hat, mit denen man sich zusammen durch die Tücken des neuen Studienlebens kämpfen kann. Die meisten Kommilitonen lernt man zwar erst im Laufe der ersten Wochen an der Uni und während der Einführungsveranstaltungen kennen, jedoch ist es wichtig, schon vorher Kontakte zu knüpfen. Je eher man vertraute Menschen um sich hat, desto schneller und besser funktioniert die Eingewöhnung. Gute Möglichkeiten, am Studienort Leute kennenzulernen, sind folgende:

    • über die Mitbewohner und Freunde seiner Wohngemeinschaft
    • über gemeinsame Hobbys und Interessen in Vereinen, Organisationen etc.
    • in Vorbereitungskursen an der Uni
    • über diverse Erstsemestergruppen in den sozialen Netzwerken

Organisatorisches klären

Sind Kurse und Vorlesungen erst gestartet, lassen die Inhalte des neuen Unialltags meist wenig Zeit, bürokratische Angelegenheiten im Blick zu behalten. Deshalb sollte man sich vorher um Dinge wie Krankenversicherung, Bafög oder etwaige Nachweise für die Uni kümmern. Ratsam ist es, eine Art Checkliste anzufertigen und darauf alle Dinge aufzulisten, die vor dem Start zu erledigen sind.

Auch die Skripte, die die Professoren und Lehrende für Kurse und Vorlesungen zusammengestellt haben, sollte man sich vor Beginn anschaffen. Diese sind entweder als Download online erhältlich oder in einem Unishop in Campusnähe.

Tipp: Es ist wenig ratsam, voreilig alle aufgelisteten Bücher zu kaufen, die in den Kursbeschreibungen aufgeführt sind - außer, es handelt sich dabei ausdrücklich um eine kursbegleitende Lektüre, die zwingend benötigt wird. Besser ist es, den Kursbeginn abzuwarten und sich dann auf die Anschaffung der Standardwerke zu beschränken.

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Der Studienbeginn sollte gut geplant sein

 

© Schwäbische Post 13.08.2018 08:54
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