Lesermeinung

Nicht fremdenfeindlich?

Zum Leserbrief von Claudia Oltersdorf zu „Fremde und Sozialarbeit“ vom 7.9.2018

Es freut mich immer, wenn Leute sagen, sie sind nicht fremdenfeindlich. Die betroffene deutsche Familie mit Migrationshintergrund wurde auch massiv fremdenfeindlich attackiert. Diese Familie hat mich dann um Hilfe gebeten. Es ist schriftlich dokumentiert, was alles so gesagt wurde und diese Aussagen gingen dann an verschiedene Institutionen, wie Polizei, Amtsgericht, Anwalt und Behörde in Oberkochen.

Dass „ausländische“ Familien und Personen sich erst mal nicht so hingebungsvoll der schwäbischen Kehrwoche und Hausordnung widmen, ist, weil sie es erst lernen müssen, bekannt. Dass ich sie und auch die anderen Personen nicht persönlich angesprochen habe, lag an der äußerst primitiven und nicht sachlichen Sprache der Anfeindungen. Da habe ich mich nicht getraut, eine Gegenrede zu führen, weil ich selber dann vielleicht aggressiv geworden wäre. Ich mache das dann lieber gerne schriftlich für die betroffene Familie.

© Schwäbische Post 11.09.2018 11:42
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