Lesermeinung

Zu den Bebauungsplänen im Hirschbach:

Die Diskussionen um die Bebauungspläne im Hirschbachtal sind in vollem Gange und gehen weiter. Und das ist gut so. Denn hier überschlagen sich die Ereignisse förmlich und eine einst von der Stadtverwaltung angekündigte und priorisierte Reihenfolge in der Abarbeitung der einzelnen Projekte scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Am 7. Juli 2017 fand unter großer öffentlicher Beteiligung die letzte Infoveranstaltung zu den Bebauungsplänen im Hirschbach – insbesondere zum geplanten Bau eines Sportvereinszentrums (SVZ) – statt. Das Kombibad war damals (noch) nicht beschlossen, das SVZ (noch) in weiter Ferne und das Verkehrsgutachten gerade in Auftrag gegeben.

Wir Hirschbächer erinnern uns sehr gut an das Schlusswort von OB Thilo Rentschler, in dem er ankündigte, zunächst das Verkehrsgutachten abwarten zu wollen. Denn das Ergebnis könne unter Umständen für einzelne oder alle(!) Projekte im Hirschbach das Aus bedeuten.

Entgegen dieser Aussage wurde trotzdem der Bau des Kombibads beschlossen, noch bevor das Ergebnis des Verkehrsgutachtens öffentlich vorlag. Inzwischen heißt es, dass mit mindestens einer Verdoppelung des Verkehrs im Hirschbach zu rechnen ist. Es wäre nun interessant zu erfahren, ob eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens nun ein „Aus“ z. B. für das SVZ bedeutet oder doch nicht. Wir sind gespannt darauf, bei der nächsten öffentlichen Bürger-Infoveranstaltung nicht nur das bloße Ergebnis des Verkehrsgutachtens präsentiert zu bekommen, sondern auch durchdachte Konzepte für eine umwelt- und bürgerverträgliche Entwicklung im Hirschbach.

© Schwäbische Post 21.02.2018 18:48
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