Alphatiere ohne Rückwärtsgang

Zum Artikel „Bösartige Hetzjagd“ vom 1. Februar:

Lieber Thomas (Rühl), ganz sicher nicht alle der freien Wähler, wie auch viele andere freie Bürger, sind der Meinung, dass es sich um eine Hetzjagd gegen den OB handelt. Auch nicht um Opfer, Rache, gar Hass, Schlammschlacht, unterirdisch, jemanden eins reinwürgen zu wollen, u.a.m.

Weder Rentschler noch Müller sind Opfer. Sie sind im weitesten Sinn Geschäftsleute, von denen man Professionalität erwartet. Beide haben diese vermissen lassen. Unter gestandenen Kaufleuten wäre es kein Problem, gegensätzliche Meinungen zu vertreten und trotzdem an einem Strang zu ziehen, dem Bürger verpflichtet.

Die Angelegenheit ist deshalb hochgekocht, weil Geheimniskrämerei von vermeintlich hohen Herren hinter verschlossenen Türen stattfand, wo anscheinend Hahnenkämpfe ausgetragen wurden. Wenn sich obere Verwalter mal vergaloppieren, ist das noch nicht schlimm. Sie müssen sich halt erklären. Das wäre professionell.
Es ist schon niedlich, für ein vermeintlich gestandenes Mannsbild, wenn sich der oberste Verwalter von einzelnen Gemeinderäten verteidigen lässt, anstatt selbst die Initiative zur Aufklärung zu ergreifen. Alphatiere kennen anscheinend keinen Rückwärtsgang und bestätigen jegliches Klischee in Sachen Unfehlbarkeit. Von jedem einzelnen Gemeinderat hätte man erwarten können, dass die Öffentlichkeit frühzeitig informiert wird, damit erst keine Gerüchte und Mutmaßungen aufkommen können. Der Anschein, dass was vertuscht oder verharmlost werden sollte, ist nicht ausgeräumt. Den Schwarzen Peter hat eindeutig der Gemeinderat.

© Schwäbische Post 04.02.2018 17:05
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