Lesermeinung

Zum Bericht „Offene Fragen zum Tod einer Katze“ in der Gmünder Tagespost vom 9. Januar:

„Fakt ist, auch ein Polizeibeamter sollte beziehungsweise muss beim Auffinden eines verletzten Tieres den offiziellen Weg einschlagen. Das heißt schlicht und einfach, Tierarztpraxis / Tierklinik kontaktieren, ob mit oder ohne Halsband. Bei diesem delikat-ungeheuerlichen Vorfall wurde die (ausschließlich vor Angst) schreiende blinde Katze von den Beamten ins Hölltal gekarrt und dort erschossen, obwohl drei! Tierarztpraxen in unmittelbarer Nähe (...) liegen. Auch die Argumentation, dass beim Tierheim Dreherhof kein Kontakt zustande kam, darf so nicht im Raum stehen bleiben. Bei dieser Hauskatze war ein Halsband inklusive Adresskapsel angebracht, ihr Zuhause einen Steinwurf entfernt. Mit welchem Recht wird das total verängstigte Tier in eine Kiste bugsiert und etliche Kilometer weiter erlegt? Bedenken und Argumente der Beamten, von dem Tier eventuell gebissen zu werden, sind nicht vordergründig oder relevant, denn jede Streifenwagenbesatzung, jeder Tierschützer hat für solche Einsätze dementsprechende Handschuhe parat. (...) Im Hinterkopf sollten noch immer die Menschen stehen, die ihr Tier als Familienmitglied sehen und nicht als Opfer von Wildwestgehabe. (...)“

© Schwäbische Post 09.01.2018 21:11
709 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.