Lesermeinung

Zum Kommentar gegen die Bejagung des Wolfes von Harald John:

Lieber Herr John, da Sie bestimmt eine Hausratsversicherung haben, macht es Ihnen „natürlich“ nix aus, wenn Ihr Häusle leergeräumt wird. Sie richten sich einfach voll neu ein, machen noch ein zusätzliches teures Schloss dran – und Sie werden wieder besucht! Jedes Mal Streiterei mit der Versicherung: War das wirklich ein Einbruch, wo sind die ganzen Teile, die gar nicht mehr da sind? Nachweise, sonst nix Zaster. So ist es, wenn es nicht in Ihrem Haus mit Ihren Möbeln, sondern in Ihrem Tiergehege oder Ihrem Stall mit lebenden, hilflosen Tieren passiert. Und das süße Wolfsrudelchen seine Mordlust auslebte und ein triefendes Blutbad an Ihren Tieren anrichtete.

Meine Frau geht seit drei Jahren im Dunkeln nicht mehr mit dem Hund raus. Häufigere Begegnungen mit Wildschweinen haben sie beeindruckt. Wildsäue sind jedoch keine „großen Beutegreifer“. Das Wölfle ist aber ist einer. Früher sagte man: „Ein großes Raubtier, das im Rudel jagt (im Gegensatz zum Luchs) und diese Jagd auch perfekt beherrscht, schnell dazu lernt“.

Auch hat es keinen Verhaltenskodex, der ihm sagt: oh nein, das ist doch ein Mensch. Den darfst du nicht! Wolfsgrundschule, erste Klasse: Nicht den Mogli, der gehört zu uns! Das süße Wölfle ist ja nicht böse! Aber andere Killer in der Natur auch nicht. Deshalb haben unsere Vorfahren den Verstand besessen, den Säbelzahntiger, den Bruno-Braunbären, aus unserer Kulturlandschaft zu entfernen. Auch den sehr vermehrungsfreudigen, und immer hungrigen Wolf.

© Schwäbische Post 07.02.2018 20:39
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Kommentare

In my humble opinion

Nun, ich nehme an, dass in Deutschland pro Jahr wesentlich mehr Menschen von Hunden gebissen werden - ach, der macht nichts, der will doch nur spielen - als von Wölfen.

Die Zahl von Hundebissen kenne ich nicht, aber meines Wissens ist die Zahl der in den letzten 10 Jahren von Wölfen attackierten Menschen - exakt 0, Null in Worten.

Man kann sich Angst auch einbilden.