Lesermeinung

Zum Radfahren auf der Schätteretrasse:

Eigentlich hatte ich nicht vor, einen Leserbeitrag zur Schätteretrasse zu leisten. Nun möchte ich doch meine Erlebnisse der letzten 20 Jahre mit ihr und den Menschen „aller Art“ (es waren nicht sehr viele, oft war ich mutterseelenallein unterwegs), die ich dort unter der Woche beim Fahrrad fahren (ohne E der Umwelt zuliebe) getroffen habe, erzählen.

Am Anfang wusste ich gar nicht, dass es ein reiner Gehweg ist. Ich hatte das Schild nie beachtet. Wenn ich bei meinen im Sommer fast täglichen Touren auf Fußgänger, sei es eine Wandergruppe oder Einzelne traf, habe ich rechtzeitig geklingelt, bin langsam (wie sonst, hallo bergauf ohne E) an ihnen vorbeigefahren, habe mich bedankt, wir haben uns gegenseitig gegrüßt, ich wurde nicht beschimpft und gut war’s. Oft wurde noch nettes Geplänkel ausgetauscht und gelacht.

Vor dem Tunnel habe ich mein Rad bis zur Waldhäuser Steige geschoben, dann war es nicht mehr weit bis Brastelburg. In anderen Landesteilen gibt es Geh- und Radwege sogar in Naturschutzgebieten mit höherer Frequenz an Wanderern und Fahrradfahrern, zum Beispiel auf dem Darß an der Ostsee oder auf dem Weg zum Westerhever Leuchtturm an der Nordsee, da steht einfach ein Schild. „Nehmt Rücksicht aufeinander.“

Vor einiger Zeit dachte ich, sch…. drauf, fährst mal wieder, habe natürlich Spaziergänger getroffen. Habe es gemacht wie immer, nur kam jetzt zurück:

„Jetzt grüßen sie schon freundlich.“

Ok, das war’s. Jetzt doch E-Bike und einen anderen Weg aufs Härtsfeld ? Nein danke, fahre ich halt eine andere Strecke. Aber schön wäre es schon auf der Schätteretrasse aufs Härtsfeld. Vielleicht Einbahnradweg rauf nur für manuelle Räder? Man darf ja wohl noch träumen.

© Schwäbische Post 11.03.2018 12:46
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