Lesermeinung

Zum Thema Hallenbad:

Bei dem geplanten Hallenbad-Neubau in Gmünd stellen sich ja verschiedene Fragen. Von 50-Meter-Becken bis zur Rutsche. Von Zinssatz bis zum Energie-Standard. Wesentliche Fragen. Es gibt aber noch eine weitere, übergeordnetere Frage, die sich nach den Stellungnahmen der Bürgerinitiative und den Leserbriefen ihrer Mitstreiter stellt: Wie viel Vertrauen haben wir in unsere gewählten Vertreter, in unseren Oberbürgermeister Arnold und die Mitglieder unseres Gemeinderates, die alle von uns an der Wahlurne in ihr Amt gewählt wurden mit der Aufgabe und Pflicht, um solche Entscheidungen zu treffen. Unser System funktioniert mit solchen Verantwortlichkeiten, das heißt, wer entscheidet übernimmt auch die Verantwortung. Je komplexer die Entscheidung ist, desto klarer ist es doch, dass sich diese Organe, unsere Entscheidungsträger, mit den Details beschäftigen müssen. Bei der Gartenschau beispielsweise – auch eine knifflige Sache – hat sich dieses System bewährt und die gewählten Vertreter haben richtig gute Arbeit geleistet. Und der Hallenbad-Neubau ist ebenfalls eine komplizierte und vielschichtige Angelegenheit. Die Bürgerinitiative jedoch übernimmt keine Verantwortung, greift aber das Vertrauen in die gewählten Vertreter an. (...) Manchmal mag es ja auch richtig oder gar notwendig sein, aufzubegehren. Schaut man sich die Homepage der BI aber mal an, so kommen doch Zweifel an der sachlichen Motivation auf. Da kann man nämlich auswählen, ob man gegen die Hallenbadpläne ist, gegen einen Waldkindergarten, gegen die Taubentalbebauung oder gegen das Pflegeheim Schönblick. „Dagegen“ ist dort Programm.

© Schwäbische Post 06.09.2018 19:46
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Kommentare

In my humble opinion

>Wie viel Vertrauen haben wir in unsere gewählten Vertreter, in unseren Oberbürgermeister Arnold und die Mitglieder unseres Gemeinderates, die alle von uns an der Wahlurne in ihr Amt gewählt wurden mit der Aufgabe und Pflicht, um solche Entscheidungen zu treffen.<

Nun, es besteht immer die Gefahr, dass eine Gruppe von 'Entscheidern' in einer Filterblase gefangen ist, sich berauscht an der 'Gestaltungsmöglichkeit' und daran, auch Vater/Mutter des vermeintlichen Erfolgs sein zu können.

Insofern kann eine BI durchaus ein Korrektiv sein, der Klotz am Bein, der die 'Entscheider' am Abheben ins Wolkenkuckucksheim hindert.