Lesermeinung

Zum Thema Stadtwerke sowie zu den Leserbriefen „Aufrechter Gang gefordert“ vom 2. Februar und „Schmutzige Kampagne“ vom 1. Februar.

Langsam wird diese Kampagne für die Aalener Bürgerinnen und Bürger und auch für die Außenwirkung unserer Stadt nur noch peinlich. In dieser Sache geht es deutlich nicht um die sachliche Aufarbeitung eines Themas, sondern darum, unseren Oberbürgermeister, der nicht nur Verwalter öffentlicher Kassen ist, sondern deutlich mehr Aufgaben erfüllt, auf völlig unangemessene Art und Weise zu demontieren. Immer mehr Menschen in unserer Stadt fragen sich inzwischen, wem diese „Hetzjagd“ dient.

Unser Oberbürgermeister unterliegt der Kontrolle des Gemeinderates, welcher den Aufhebungsvertrag Herrn Müllers mitträgt. Bemerkenswert für mich ist allerdings das Demokratieverständnis derjenigen, die bei dieser Abstimmung unterlagen. Nach dem Motto: Wenn es nicht so läuft, wie ich möchte, dann versuche ich es auf diesem Weg.

Allerdings frage ich mich auch, ob dieses Vorgehen im Sinne Herrn Müllers ist, der mehrfach darauf hingewiesen hat, diese Trennung mit Anstand und Würde zu vollziehen.

Eine Versachlichung und weniger marktschreierische emotionale Behandlung des Vorgangs wären aus meiner Sicht im Sinne aller, die ein für alle Beteiligten positives Ziel verfolgen. Oder ist ihr Ziel, OB Rentschler zu ähnlich unsachlichen Kommentaren zu verleiten und endlich Interna preiszugeben? Ich bin sicher, dass er diesem Ansinnen mit professioneller Sachlichkeit begegnen wird.

© Schwäbische Post 06.02.2018 21:21
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Kommentare

Norbert Rehm

Es fehlen einfach die Antworten.....

Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Allerdings haben Tatsachen auch eine gewisse Bedeutung. Und hier liegt das Problem - insbesondere wenn das "Demokratieverständnis" der "Unterlegenen" bemüht wird.
Fakt ist: Der sog. "Beschluss" vom 14.12..2018 ist rechtswidrig. Alle für einen ordnungsgemäßen Beschluss notwendigen Kriterien lagen nicht vor. Ich habe noch am Abend des gleichen Tages die Rechtsaufsicht eingeschaltet und den OB aufgefordert, dem rechtswidrigen Beschluss zu widersprechen. Beantragt wurde auch, dass der OB und Aufsichtsratsvorsitzende den Schaden der Vermögensschadenshaftpflichtversicherung meldet. Auch die wird von den Bürgern für den OB und Aufsichtsratsvorsitzenden und die Aufsichtsräte bezahlt. Der Antrag muss noch im Gemeinderat behandelt werden. "Erledigt" ist da eigentlich noch nicht viel - außer dem Rausschmiss.
Vielleicht wäre es mal eine Idee, den OB zu fragen, warum er nach fast 2 Monaten auf solche einfachen Fragen und Anträge noch keine Antwort gegeben hat? Man könnte ihm dabei auch sagen, dass solange noch nicht mal Anträge und Fragen aus der Gemeinderatssitzung beantwortet werden - die Geschichte noch lange nicht erledigt ist. Ach ja, das Protokoll fehlt ja auch noch. Müsste nach 4 Wochen vorliegen.
Die Erledigung der vorgeschriebenen Aufgaben hätte auch was mit Demokratie zu tun. Auch dafür wird der OB bezahlt - und das Ergebnis der Verwaltungsarbeit wäre eine sachliche Grundlage, um Entscheidungen fachlich fundiert und ordnungsgemäß zu treffen.
Norbert Rehm, Stadtrat, AKTIVE BÜRGER

Guenther Holzhofer

Anzunehmen, dass ein OB sich durch Leserbriefe zu Aussagen hinreißen ließe, die er nicht wohl überlegt hat, würde ein schlechtes Licht auf ihn werfen?