Lesermeinung

Zum Verkehr im Hirschbach:

Das Kombibad wird eine Verkehrsverdopplung im Hirschbach mit sich bringen, wie der Presse kürzlich zu entnehmen war. Das ist mehr als genug für ein kleines Wohngebiet, in dem sich eine soziale Einrichtung an die andere reiht, dicht an dicht: Die Lebenshilfe, die Tagesklinik Hirschbachhaus, die Waldorfschule, künftig ein Waldorfkindergarten, dann das Kombibad. Obendrein ist die Hirschbachstraße ein gut frequentierter Schulweg für Schüler mehrerer umliegender Schulen und Zugang ins Tal für Kinder aus Schulen und Kindergärten an Wandertagen. Dass hier eine 30er-Zone her muss, liegt auf der Hand. Aber auch sie wird keine ausreichende Verkehrssicherheit bringen. Jetzt noch an eine weitere Bebauung zu denken, ist realitätsfern. Erst recht nicht in einem Tal, das Naherholungsgebiet für alle Bürger sowie eine wichtige Kaltluftproduktion- und Frischluftschneise ist. Schon die Bebauung des Gebietes Galgenberg/Hirschbach ist eine Beeinträchtigung. Bei jeder weiteren Bebauung könnte das Hirschbachtal seine wichtigen Funktionen nicht mehr erfüllen können. Den Bürgern würde das beliebte Naherholungsgebiet zerstört und die Stadt würde anstatt mit Frischluft mit abgasverschmutzter und zu warmer Luft versorgt werden. Das darf nicht sein. Denn gerade bei einer wachsenden Bevölkerungszahl und einer positiven Stadtentwicklung stehen nachhaltiges Denken und Handeln an vorderster Stelle.

© Schwäbische Post 08.02.2018 20:45
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