Lesermeinung

Zum Weggang von Trainer Peter Vollmann beim VfR Aalen:

Wenn man einer fixen Idee „verfallen“ ist, ihr alles unterordnet, eine einsame Entscheidung trifft und den Trainer für seine erfolgreiche Arbeit bestraft, steht man ganz fix ohne Trainerstab da.

Richtig überraschend war diese Entwicklung nicht. Herr Vollmann genoss hohe Akzeptanz bei seinen Spielern, bei seinem Trainerteam und bei den Fußballinteressierten sowieso. Und er war erfolgreich, trotz widrigster Umstände in Fülle. Einzig an der Unterstützung des Präsidiums mangelte es. All dies ließ die Stimmungslage kippen und dann kam’s, wie es kam. Auslöser war, dass Herr Vollmann gehen muss. Anderslautende Gründe der Herren Kilian und Reus schreibe ich ihrer Loyalität gegenüber dem Verein zu.

Es erinnert an „alte Muster“ aus der Vergangenheit, die zuhauf krachend scheiterten. An diesen „Scherbenhaufen“ knabbert der Verein heute noch. Das Präsidium trägt für diese Entwicklung die volle Verantwortung. Das Projekt „2. Liga“ wird wohl aus Gründen der Glaubwürdigkeit weiter verfolgt, nur womit? Mit einer maroden finanziellen Ausstattung, einem mäßigen Sponsoring und einem vergleichsweise beschämenden Zuschauerbesuch. Der Kader ist dünn. Leistungsträger sind auf dem Absprung. Einen in der Verantwortung Sportkoordinator wird’s nicht geben. Der Trainer muss aufhören. Seine Co-Trainer Reus und Kilian gehen freiwillig. Erfolgversprechende Perspektiven lesen sich anders. Diese „Publicity“ wird allerorten genauestens wahrgenommen: Bei den Konkurrenten der 3. Liga, bei Spielern und Beratern, bei Co-Trainern, bei den Sponsoren und den Fußballfans. Was jetzt passiert, bedarf keiner Erklärung.

Egal mit wem der Verein in nächster Zukunft verhandelt, er wird sich in der Defensive befinden. Qualität auf dem Rasen oder abseits des „Grüns“ wird damit nur schwer zu bekommen sein. Für „kleines Geld“ schon gar nicht.

© Schwäbische Post 09.02.2018 17:27
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Kommentare

Furbo

Sehr geehrter Herr Kallis,

darf ich fragen, wie Sie darauf kommen, dass Peter Vollmann "hohe Akzeptanz bei seinen Spielern" genoss? Ebenfalls ist die Mehrheit der VfR-Fans froh, dass der Vertrag mit Vollmann nicht verlängert wird. Wie kommt es denn zu dem "beschämenden Zuschauerbesuch"? Das liegt ausschließlich an der Art und Weise wie der Trainer Fußball spielen lässt: Erstmal das 0:0 halten und am Ende irgendwie ein Tor schießen, damit man in den letzten 20 Minuten hinten zu machen kann. Wie erfolgreich das ist, kann jeder an der Auswärtsbilanz sehen. Aber auch in den Heimspielen wird der Ball viel zu oft hinten rumgespielt und oftmals nur mit einer Sturmspitze agiert und das gegen Abstiegskandidaten. Das hier ein frischer Schwung - in Form eines neuen Trainers - hilfreich sein kann, ist durchaus plausibel und nicht überraschend. Das Vollmann nämlich seine Art des Fußballs ändert ist (in dem Alter) ausgeschlossen.

Der Abgang der Herren Reus und Kilian ist in der Tat schade, da beide sehr viel Fußballsachverstand besitzen und hervorragende Arbeit leisten. Herr Reus hat es in der Vergangenheit des Öfteren geschafft, die Torhüter weiter zu entwickeln und Herr Kilian ist jemand, den ich in ein paar Jahren gerne als Cheftrainer beim VfR gesehen hätte. Aber wer weiß, ob Herr Giannikis nicht sowieso seine eigenen Assistenten mitgebracht hätte… Sei es drum, um die Herren Reus und Kilian muss man sich keine Sorgen machen.

Egal was die Zukunft bringt, es wird nie langweilig mit diesem Verein und deshalb lohnt es sich dabei zu sein und den VfR auch im Stadion zu unterstützen. Sind Sie auch dabei, Herr Kallis?

christa klink

Guten Tag Furbo,
wer oder was sich auch immer dahinter verbirgt.
Auf Anonymes zu antworten verbietet sich von selbst.
Ich hätte gerne Ihre beiden Fragen beantwortet, aber
auf diesem Wege leider nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Kallis

Furbo schrieb am 10.02.2018 um 10:13

Sehr geehrter Herr Kallis,

darf ich fragen, wie Sie darauf kommen, dass Peter Vollmann "hohe Akzeptanz bei seinen Spielern" genoss? Ebenfalls ist die Mehrheit der VfR-Fans froh, dass der Vertrag mit Vollmann nicht verlängert wird. Wie kommt es denn zu dem "beschämenden Zuschauerbesuch"? Das liegt ausschließlich an der Art und Weise wie der Trainer Fußball spielen lässt: Erstmal das 0:0 halten und am Ende irgendwie ein Tor schießen, damit man in den letzten 20 Minuten hinten zu machen kann. Wie erfolgreich das ist, kann jeder an der Auswärtsbilanz sehen. Aber auch in den Heimspielen wird der Ball viel zu oft hinten rumgespielt und oftmals nur mit einer Sturmspitze agiert und das gegen Abstiegskandidaten. Das hier ein frischer Schwung - in Form eines neuen Trainers - hilfreich sein kann, ist durchaus plausibel und nicht überraschend. Das Vollmann nämlich seine Art des Fußballs ändert ist (in dem Alter) ausgeschlossen.

Der Abgang der Herren Reus und Kilian ist in der Tat schade, da beide sehr viel Fußballsachverstand besitzen und hervorragende Arbeit leisten. Herr Reus hat es in der Vergangenheit des Öfteren geschafft, die Torhüter weiter zu entwickeln und Herr Kilian ist jemand, den ich in ein paar Jahren gerne als Cheftrainer beim VfR gesehen hätte. Aber wer weiß, ob Herr Giannikis nicht sowieso seine eigenen Assistenten mitgebracht hätte? Sei es drum, um die Herren Reus und Kilian muss man sich keine Sorgen machen.

Egal was die Zukunft bringt, es wird nie langweilig mit diesem Verein und deshalb lohnt es sich dabei zu sein und den VfR auch im Stadion zu unterstützen. Sind Sie auch dabei, Herr Kallis?

Furbo

Guten Tag Furbo,

wer oder was sich auch immer dahinter verbirgt.
Auf Anonymes zu antworten verbietet sich von selbst.
Ich hätte gerne Ihre beiden Fragen beantwortet, aber
auf diesem Wege leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Kallis

Guten Abend Herr Kallis,

oder sollte ich besser Frau Christa Klink sagen, wie es Ihr Benutzername aufweißt, unter dem Sie Ihren Kommentar veröffentlicht haben?

Genauso wie es Ihr gutes Recht ist auf meine Fragen nicht zu antworten, ist es eben mein gutes Recht die Anonymität des Internets zu nutzen. Wie heißt es so schön in der englischen Sprache, "Hate the game, not the player!".

Da ich nichts anderes machen kann, wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend liebe Frau Christa Klink. Oder sind Sie nun doch Herr Günter Kallis?