Imker können beim Umsiedeln helfen

Naturschutz Was zu tun ist, wenn Wespen ihr Nest direkt am Haus gebaut haben.

Die Deutsche Wespe und Gemeine Wespe bauen ihre Nester durchaus mal nahe bei Menschen. Dann sollten Betroffene Fliegengitter und -netze an Fenstern und Türen anbringen, rät der Naturschutzbund Sachsen-Anhalt. Außerdem sollten die Einflugschneisen zum Nest zügig durchkreuzt werden – das sei auch ungefährlich. Erst längeres Verstellen der Flugschneisen schaffe Unruhe und steigere die Abwehrbereitschaft der Tiere.

Aggressiver reagieren die Tiere auch, wenn nach ihnen geschlagen wird. Aber auch Angstschweiß könne Angriffe auslösen, so der Nabu. Die beste Strategie lautet: Wer sich genervt fühlt, sollte sich fern halten.

Wenn möglich, sollten Bewohner mit dem Entfernen des Nestes warten, bis das Wespenvolk im Herbst stirbt und die Königin zur Überwinterung auszieht. Allerdings wird laut Nabu eine frühere Umsiedlung manchmal unumgänglich sein – etwa bei Nestern in der Nähe von häufig benutzten Wegen und Balkonen. Dann können Betroffene sich von Imkern, Naturschutzverbänden und Behörden beraten lassen. Sie sind ebenfalls Ansprechpartner für den Umzug von Nestern geschützter Arten, etwa von Hornissen. dpa

© Schwäbische Post 27.07.2018 16:55
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