Regionale Gaming-Gewohnheiten in Baden-Württemberg

  • Foto: OpTic Gaming via Twitter
  • Quelle: Louz Wate via Twitter
Das Gaming, sei es online oder offline, nimmt in Deutschland eine stetig wachsende Rolle ein. Einer der Vorreiter ist mit vielen Events und Möglichkeiten Baden-Württemberg. Welche Rolle das Land dabei genau spielt, wird hier analysiert.

Marktführer in Metropolen – BW muss sich nicht verstecken

Deutschlands Gaming-Branche geht so gut wie seit langem nicht mehr. Woran liegt das? Vor allem an denjenigen, die sich den Spielen verschrieben haben. Im ersten Halbjahr des Jahres 2017 erwirtschafteten die digitalen Spiele eine Summe von über einer Million Euro. Es handelt sich laut Statistiken des Bundesverbands für Interaktive Unterhaltungssoftware BIU um einen Anstieg von über 29 Millionen € gegenüber dem abgelaufenen Jahr. Gleich 521 Unternehmen der Gaming-Branche sind in Deutschland angesiedelt, die meisten davon in den Metropolen des Landes. So finden sich Electronic Arts zum Beispiel in Köln wieder, während die Goodgame Studios im Hamburg sitzen. Andere Angebote finden sich mittlerweile zum Hauptteil online wieder, etwa in Spielen um reales Geld. Hier sind Anbieter wie Guts Online Casino zu nennen, bei denen sich traditionelle Spiele à la Blackjack mit 3D-Film-Slots die Klinke in die Hand geben.

Doch auch Baden-Württemberg hat im Hinblick auf das Gaming einiges zu bieten. Bernd Hertl, Teil der MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft in Stuttgart, stellt zurecht fest, dass "unser Standort ein bisschen kleiner" ist. Trotz allem sind durchaus erfolgreiche Betriebe aus dem Gaming-Sektor genau dort angesiedelt. Ein Beispiel dafür ist Gameforge in Karlsruhe. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile über 400 Mitarbeiter und reiht sich somit im deutschen Vergleich der Spieleentwickler auf dem Podium ein. Neben diesen Großfirmen bleibe nach wie vor jedoch auch genug Raum für ambitionierte Startups, die durch die Nähe zur vielfältigen Industrie direkt beim Kunden seien. Die große Anzahl an Studenten in der Gegend hilft weiterhin im Bereich der Arbeitskräfte, die sowohl im Hinblick auf Bezahlung als auch für den Nachwuchs in der Branche Vorteile bringen.

Virtual Reality großer Zukunftsfaktor

Vor allem die virtuelle Realität bestimmt in letzter Zeit die Gaming-Szene und erfährt dort immer größere Entwicklungen sowie Verbesserungen. Der sogenannte VR|Playspace bietet allen Interessierten die erste Virtual Reality Arcade in Baden-Württemberg. Was genau wird den Besuchern also geboten? In erster Linie gibt es HTC Vive VR Headsets, die mit HD-Bild und 170-Grad-Sichtfeld punkten können. Dazu wird einem ein Controller mit Motion-Tracking-Technologie in die Hand gedrückt, um entsprechend agieren zu können und dabei mobil zu bleiben. Ein großes Feld mit ausreichend Bewegungsspielraum führen dazu, dass keinerlei Ausflüge an den Wänden enden. Zusätzlich zur modernen Technik gibt es zudem für alle Gamer die nötige Unterstützung in Form von Softdrinks und Snacks. Nicht nur die neuesten Spiele diverser Genres wie Sci-Fi oder Rätseln sind vor Ort vorhanden. Stattdessen lassen sich auch bekannte Orte besuchen oder 360-Grad-Videos anschauen.

Um diese angesprochene Zukunft auch weiterhin zu gewährleisten, bestehen für jüngere (und bei Bedarf auch ältere) Menschen diverse Möglichkeiten, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. So bietet unter anderem die Hochschule Heidelberg ein Studium namens "Game Development - Virtuelle Realitäten" an. Besonders interessant ist dabei der Fokus auf der IT-technischen Umsetzung der programmierten Spiele. Vom Beginn des eigenen Designs bis hin zur Vermarktung ist dabei ein langer Weg zu beschreiten, der diverse Punkte von Grafik, Modellierung, Animation und vielem mehr abdeckt. Das Gaming-Potential in Baden-Württemberg ist nicht nur aufgrund der oben erwähnten Beispiele unverkennbar. Vor allem durch die Virtual Reality Entwicklung bieten sich auch in der Zukunft unzählige Möglichkeiten für die Entwickler und Fans.

 

Foto: OpTic Gaming via Twitter
Quelle: Louz Wate via Twitter

© Schwäbische Post 06.10.2017 11:54
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