Lesermeinung

Zum Leserbrief von Helmut Lippstreu „Karl Maier, es reicht!“ vom Mittwoch, 29. November

Herr Lippstreu hat Recht, wenn es um die Wortwahl von Herrn Karl Maier geht. Aber in unserer Demokratie gehört vor jede Wahl ein Wahlkampf, in dem versucht wird, die Bürger auf seine Seite zu ziehen.

Was Herr Maier macht, ist nichts anderes. Er will mit seinen Aktionen die Bürger aufrütteln und davon überzeugen, dass seine Meinung die richtige ist. Ich finde das total in Ordnung.

Es gehört zu einer Demokratie, die Bürger von einer Meinung zu überzeugen für die man steht und zwar bevor ein Gremium darüber entscheidet. Wenn ein Gremium einmal eine Entscheidung getroffen hat, dann ist es zu spät.

Es ist so gut wie unmöglich eine Entscheidung von einem Gremium zu korrigieren, selbst dann nicht, wenn diese Entscheidung sich später als falsch herausstellt.

Deshalb vertrete ich die Meinung, vor Entscheidungen Flagge zu zeigen und vorher für seine Meinung zu kämpfen. In der Demokratie darf man seine Meinung so oft wiederholen wie man will, auch wenn das Herrn Lippstreu ärgert. Apropos Öffentlichkeit: Seit wann ist Herr Lippstreu die Öffentlichkeit?

Ich persönlich fand die Transparent-Aktion zwar nicht ganz legal, aber trotzdem lustig und einfallsreich. Herr Maier versucht wenigstens mit verschiedenen Mitteln die Bürger und die Entscheidungsgremien vor der Entscheidung zu beeinflussen und von seiner Meinung zu überzeugen.

Was Herr Lippstreu will, hört sich an wie vorauseilender Gehorsam, nichts zu tun für seine Meinung und abzuwarten bis irgendwelche Gremien für ihn entscheiden. Was das betrifft, bin ich auf der Seite von Herrn Maier.

Und überhaupt bräuchte unsere Demokratie viel mehr Bürgernähe und damit meine ich mehr Volksabstimmungen.

Wir leben in einer Zeit der mündigen Bürger, die durchaus in der Lage sind, über solche Dinge selbst zu entscheiden.

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© Schwäbische Post 04.12.2017 22:37
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