Lesermeinung

Bezug auf... Abtreibung Werbeverbot abschaffen

Allein die Aufzählung der Parteien, die ein Werberecht für Abtreibung fordern, zeigt, welche Ideologie dahinter steht. Wie es ein Herr Maas schafft, auch bei diesem Thema die „Nazikeule“ zu schwingen, enttarnt ihn als Populisten. Zudem lässt keine der genannten Parteien es aus, immer wieder die Nachteile der demografischen Entwicklung zu erwähnen...wie schizophren.

Keiner möchte, dass „Frauen in Not“, in ihrer Not alleine gelassen werden, bzw. ihnen „der Zugang zu Informationen“ erschwert wird. Ich denke, diese Möglichkeit ist ausreichend gegeben und auch gut und richtig. Es wird leider nicht festgehalten, wie viele der statistisch erfassten ca. 100 000 Abtreibungen im Jahr aus einer existenziellen Not heraus durchgeführt werden. Ich darf, will und kann mir nicht anmaßen hier zu verurteilen.

Es gibt in dieser Welt schlimme Gründe, die bei jungen Mädchen oder Frauen zu ungewollter Schwangerschaft führen. Hier gilt es zu helfen, gilt es Aufklärung, Schutz und Rat zu geben und in äußerster, letzter Konsequenz auch tätig zu werden.

Wogegen ich mich wende, ist eine Werbefreiheit für Abtreibungen. Wo führt das hin? Wir leben in einer werbegesteuerten, konsumorientierten Welt. Konsequenz aus diesem Lebensentwurf ist die Wegwerfgesellschaft. Genau da führt das hin. Wenn Werbefreiheit kommt, kann es sein/wird es so sein, dass wir in ein paar Jahren oder Jahrzehnten schleichend, völlig abgestumpft sind und es normal und akzeptiert ist, Kinder als „Wegmachprodukt“ zu sehen.

(...) Es gibt wohl, rein menschlich gesehen, berechtigte Fälle für einen Schwangerschaftsabbruch. Die wenigsten Frauen, die diesen Eingriff vornehmen lassen, machen sich diese Entscheidung leicht. Jedoch mittels Werbung eine Abtreibung als guten, richtigen und einfachen Weg darzustellen, das Auslöschen einer Mittelstadt noch steigern zu wollen, finde ich nicht richtig.

Vielmehr gilt es Alternativen aufzuzeigen und z.B. Abbruch und Adoption zusammenzuführen. Auch sollte es ja eigentlich ein „linkes“ Thema sein, wenn schon nicht die traditionelle Familie, dann doch wenigstens alleinerziehende Mütter zu stärken und ihnen einen Platz in unserer Gesellschaft einzuräumen.

© Schwäbische Post 05.12.2017 19:53
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