Lesermeinung

Bezug auf „Atomstrom rettet uns vor dem Blackout“ von Dr. Wolfgang von Stetten vom 18. Dezember 2017:

Volksverdummung in Höchstkultur betreibt zum wiederholten Male Herr von Stetten, wenn er zum einen behauptet, Windräder drehen sich fast nie, und jetzt auch noch voraussetzt, Windräder müssten sich ständig drehen, um 20 000 Haushalte zu versorgen. Wer sich etwas mit dem Thema befasst hat, weiß, dass ca. 2000 Volllaststunden im Jahr reichen, damit ein Windrad seinen geplanten Stromertrag erreicht und rentabel läuft. Das Jahr hat 8760 Stunden. Wenn ich also vier Mal hinschaue, und einmal davon läuft das Windrad, dann ist das o.k..
Vielleicht braucht Herr von Stetten auch eine bessere Brille, damit er erkennt, warum ein Windrad steht. Ich habe acht Windanlagen vor der Haustür, die fast immer laufen, und bedaure es, wenn immer wieder einige davon abgeschaltet sind. (Der Flügel sieht dann in Windrichtung wie eine Messerschneide aus). Politiker, auch ehemalige, sollten sich darum kümmern, dass diese verschenkten Kilowattstunden genutzt werden können. Dass Energieerzeugung und -speicherung gut koordiniert wird. Heute wird mit Pumpspeicherkraftwerken Nachtstrom für den Tag gespeichert. Tausende Haushalte kaufen Akkuspeicher, um Tagstrom für die Nacht zu speichern, volkswirtschaftlicher Unsinn, und kein Politiker kümmert sich um das Thema. Stattdessen klebt man immer noch an vorsintflutlichen Techniken, die nach Raubrittermanier die Vorräte unserer Kinder verbrauchen. Gas, Kohle und Uran verheizen, bis alles verbrannt ist, dann weiter heizen mit Fracking und Ölsand, und jede Menge Atommüll hinterlassen. Soll das die Zukunft der nächsten Generationen sein? Womit sollen die heizen? Öl ist zu schade dafür, es sei denn, jeder verzichtet zukünftig auf Kunststoffe ....

© Schwäbische Post 21.12.2017 17:55
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