Lesermeinung

Weinanbau in Oberkochen?

Vor wenigen Monaten war im Gremium die Rede davon, Waldgrabstätten anzulegen, obwohl drei Friedhöfe in Oberkochen vorhanden sind - der evangelische, der katholische und der städtische Friedhof. Man ist wohl stückweise davon abgerückt, weil zu Recht eine breite öffentliche Meinung dafür kein Verständnis aufbrachte.

Nun kommt nun aus der gleichen Ecke des Gremiums, mit der Unterstützung der Verwaltung, die Idee, Rebstöcke anzupflanzen – zur Gewinnung von Wein (Oberkochener Riesling). Wenn auch im Oberkochener Gemeinderat offensichtlich einige Weinkenner genannt werden, so kann das nach meiner Meinung noch lange nicht als Voraussetzung für qualifizierten Weinbau angesehen werden. Dort, wo über Generationen mit Erfahrung Weinbau betrieben wird, könnten die Fürsprecher dieser Idee entsprechende Kenntnisse einholen. Für Weinanbau müssen wohl auch die klimatischen Voraussetzungen gegeben sein. Man sollte auch deshalb in Oberkochen aufhören, aus reiner Profilierungssucht Dingen nachzugehen, die als sinnlos angesehen werden. Hätten nicht der Gemeinderat und die Verwaltung genügend zu tun, sich um den Wohnungsbau, beziehungsweise um die Bereitstellung von Wohnbaugebieten zu kümmern, vor allem auch durch die neue Situation der beschlossenen Gewerbe- und Industrieansiedlung? Das sind aktuelle Bereiche, die die Bürger interessieren.

© Schwäbische Post 29.12.2017 20:29
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