Das ist Sache eines Tierarztes

Zum Bericht „Offene Fragen zum Tod einer Katze“ in der Gmünder Tagespost vom 9. Januar:

„Inzwischen habe ich mehrere Berichte und viele Kommentare in Facebook über diesen Fall gelesen und komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass trotz Ausfilterung sämtlicher gegensätzlicher Aussagen ein Fakt bleibt: Das Euthanasieren eines Tieres ist Sache eines Tierarztes im Austausch mit den Besitzern! Hier hat ein Polizist das Leben eines völlig verängstigten Tieres beendet, indem er in den Wald fährt und es erschießt, obwohl ihm Alternativen (Tierklinik) zur Verfügung standen. Er hatte meiner Meinung nach nicht die Fachkompetenz, zu entscheiden, dass das Tier „erlöst“ werden muss – es liegt ja auch die Aussage der Finderin vor, dass das Tier orientierungslos, aber unverletzt zu sein schien. (...) Am meisten erschreckt mich, dass dieses Handeln nun auch von der Dienststelle als richtig bezeichnet wird und lässt bei mir die Sorge aufkommen, ob dies gängige Praxis ist und durch die aktuelle Verkettung an den Tag kommt. In Zusammenhang mit dieser Angelegenheit sollte meiner Meinung nach das System überprüft werden, wie mit (verletzten) Fundtieren umgegangen wird, wenn das Tierheim geschlossen hat. Hier scheint mir die Polizei nicht der richtige Ansprechpartner zu sein- besser wäre doch eine Notrufnummer vom Tierschutzverein mit Bereitschaftsdienst und Vernetzung mit der Tierklinik. Mein herzliches Beileid an die Familie, die diesen Horror durchleben muss und dem Katerle ein besseres Leben am anderen Ende der Regenbogenbrücke.

© Schwäbische Post 09.01.2018 21:11
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