Mit dem Fahrrad die Umwelt schützen

Die Gesundheit ist nur ein Aspekt des Radfahrens. Mit dem Tag des Fahrrads soll insbesondere der Klimaschutz in den Fokus rücken.
  • Rund 2,8 Millionen Deutsche fahren laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) mit dem Rad zur Arbeit. Foto: djd/www.klickfix.de

Der Tag des Fahrrads soll zum einen auf die zunehmenden Verkehrsprobleme durch motorisierte Fortbewegungsmittel aufmerksam machen, vor allem aber das Fahrrad als umweltfreundliches und gesundes Fortbewegungsmittel präsentieren.

Aktionen zum Fahrradtag

Der Tag des Fahrrads wurde 1998 ins Leben gerufen. Die Vereinten Nationen (UN) haben in einer Resolution den 3. Juni als jährlichen Weltfahrradtag ausgerufen.

Die Erklärung fordert alle Mitgliedstaaten und die maßgeblichen Akteure auf, den Weltfahrradtag bekannt zu machen und zu fördern. Die UN ermutigt die Mitgliedstaaten, dem Fahrrad besondere Aufmerksamkeit zu widmen und das Fahrrad in internationale, regionale und nationale Entwicklungspolitiken und -programme einzubeziehen.

Europa- und deutschlandweit laufen rund um den 3. Juni viele Aktionen. Gerade angesichts der aktuellen Klimaschutzdiskussion sollte das Potenzial des Fahrrads nicht unterschätzt werden, so das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in einer Presseerklärung.

Die Umwelt schonen

Das Ministerium weist darauf hin, dass rund die Hälfte der städtischen Pkw-Fahrten unter fünf Kilometer lang sind.

Nach Schätzungen des Verkehrsministeriums könnten aber pro Jahr 7,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn 30 Prozent der Pkw-Fahrten in Städten unter sechs Kilometer auf das Fahrrad umgelagert würden. Dann läge die jährliche Fahrleistung bei durchschnittlich 1000 Kilometer je Einwohner. pm

Tipps für eine entspannte Fahrt mit dem Rad zur Arbeit

Rund 2,8 Millionen Deutsche fahren laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit– Tendenz steigend. Damit tun sie nicht nur ihrer Gesundheit, sondern auch ihrem Geldbeutel und der Umwelt etwas Gutes. In der Stadt ist man mit dem Drahtesel oft sogar schneller unterwegs als mit dem Auto – und die lästige Parkplatzsuche entfällt. Eine britische Studie belegt, dass Radfahrende und Fußgänger im Vergleich zu Autofahrern entspannter im Büro ankommen.

Zum sicheren Verstauen für Helm, Jacke und Gepäck gibt es praktische Gepäckboxen, die sich auf fast allen Gepäckträgern anklicken und abnehmen lassen oder auf dem Gepäckträger fest und diebstahlsicher montiert werden können.

Das regelmäßige Überprüfen der Beleuchtungseinrichtungen und Bremsen am Fahrrad sollte selbstverständlich sein. Um als Radfahrer sicher durch den Straßenverkehr zu kommen, rät der ADFC zum Tragen heller Kleidung in auffälligen Farben. Auch Kleidung mit Reflektoren hilft, dass Radfahrer bei Dunkelheit besser von den Autofahrern gesehen werden.

Der schnellste Weg ist nicht immer auch der beste. Erholter und entspannter kommt man bei der Arbeit an, wenn die Strecke möglichst verkehrsarm ist, zum Beispiel durch Wohngebiete oder Parks. Vor Ort sollten Fahrradfahrer ihr Rad diebstahlsicher und möglichst witterungsgeschützt abstellen können. Die Investition in ein gutes Fahrradschloss ist daher lohnenswert. djd

© Schwäbische Post 01.06.2018 20:26
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