Am besten locker und gut vermischt

Pflanzen Sie können nur in guter Erde gedeihen. Doch die ist schwer zu erkennen. Torf ist sehr umstritten.

Gute Erde lässt sich nicht an der Verpackung oder am Hersteller erkennen. Denn auch die Lagerung im Handel kann die Qualität beeinflussen. Einen schweren Sack, aus dem Wasser läuft, sollte man besser im Laden stehen lassen, sagt Arne Hückstädt vom Industrieverband Garten in Düsseldorf. „Durch Wettereinflüsse können sich die physikalischen Eigenschaften der Erde verändert haben oder Nährstoffe ausgeschwemmt worden sein.“ Ansonsten zeigt sich letztlich erst im Gebrauch, ob eine Blumenerde taugt. „Vorher kann man nur schauen, ob die Erde locker und gleichmäßig vermischt ist und wenig Grobteile enthält“, rät Sven Görlitz, Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg.

Farbe ist kein Kriterium

Darüber hinaus sollte sie nicht faulig oder muffig riechen. Die Farbe ist kein Kriterium: „Alle Hersteller setzen ihren Erden Ersatzstoffe zu – und die sind nicht immer schwarz. Helle Holzfasern zum Beispiel werden natürlich gefärbt“, sagt Hückstädt.

Die Beigabe von Torf in Pflanzenerden ist sehr umstritten. Naturschutzverbände beklagen die Ausbeutung der Moore. „Moore speichern enorme Mengen an Kohlenstoff und leisten so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz“, erläutert Nicola Uhde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. „Zudem werden durch den Torfabbau hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenwelten unwiederbringlich zerstört.“ dpa

© Schwäbische Post 08.06.2018 17:01
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