Die spektakulärsten Straßen Europas

Alle Straßen Europas sind asphaltiert, platt und langweilig? Weit gefehlt. Auch wenn man bei Roadtrip-Abenteuern eher an die USA, Südamerika oder Neuseeland denkt, gibt es in Europa ebenfalls spektakuläre Straßen, deren enge Kurven und steile Pässe jeden Road-Junkie erfreuen. Wir stellen drei solcher Straßen vor.

Vorab gilt: Sicherheit geht immer vor: Auf gefährlichen Straßenabschnitten sollte, wenn möglich, ein großzügiger Abstand zum äußeren Fahrbahnrand eingehalten werden. Ein langsames Tempo empfiehlt sich immer, so bleibt genügend Zeit, die Landschaft zu bewundern. Wer nur die heimischen, flachen Asphaltstraßen kennt, sollte vorher ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, zum Beispiel bei Mercedes-Benz, um unfallfrei durch den Urlaub zu kommen.

Die Abenteuerstraße in Norwegen

Diese beliebte Straße in Norwegen trägt das Abenteuer gleich im Namen. Der Tourismusverband des Landes entwickelte die Route, um den Urlaubern aus anderen Ländern die kontrastreiche Fjordlandschaft zwischen Bergen und Oslo näherzubringen. Die Abenteuerstraße erschließt nicht nur Wasserfälle und beeindruckende Hochgebirgslandschaften, sondern auch einen Meteoritenkrater von 5 Kilometer Durchmesser und den drittgrößten norwegischen Gletscher. Auf dem Pass zwischen Aurland und Laerdal ist in den Wintermonaten mit Schneefall zu rechnen, sodass die Route nur zwischen Juni und Mitte Oktober befahren werden kann. Einen Erlebnisbericht zur Fahrt auf der 500 Kilometer langen Abenteuerstraße gibt es hier.

Serpentinen auf Mallorca

Wer hätte das gedacht? Eine der kurvenreichsten Straßen Spaniens liegt nicht auf dem Festland, sondern auf der Baleareninsel Mallorca. Die Straße, die ins Küstendorf Sa Calobra hinunterführt, überwindet 900 Höhenmeter und schlängelt sich in 12 Haarnadelkurven den Berg hinab - nichts für Fahranfänger. Am spektakulärsten ist eine 270-Grad-Kurve, die als "Krawattenknoten" betitelt wird: Nachdem die Straße die 270-Grad-Kehre vollführt hat, unterquert sie den oberen Streckenabschnitt (wenn man bergab fährt).

Straßenhighlight in Rumänien

Rumänien gehört nicht zu den bekanntesten Reisedestinationen, aber genau darin liegt sein Reiz. Wer sich auf den Serpentinenstraßen der Alpen schon gut auskennt und sich auf neues Terrain wagen möchte, sollte die Transfogarascher Hochstraße abfahren. Sie zieht sich über 90 Kilometer durch die Karpaten. Der spektakuläre Straßenverlauf, der über eine Talsperre und mehrere Viadukte führt, sorgt dafür, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 40 Stundenkilometer beträgt - die tiefen Abgründe am Straßenrand führen gleichzeitig dazu, dass man auch nicht schneller fahren möchte. Ein besonderes Highlight an der Transfogarascher Hochstraße ist die Burg Poenari, die über der Straße auf einer Felskante thront. Allerdings sollten Sie Ihren Rumänien-Urlaub für die Sommermonate planen, denn die Hochstraße ist nur von Juli bis Oktober befahrbar.


Bildrechte: Flickr Sa Calobra pdjohnson CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Schwäbische Post 25.04.2018 08:27
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