Wo sich Dichtung und Musik trefflich vereinen

Bayreuth Die Stadt ist nicht nur für Opernfans einen Besuch wert.

Richard Wagner war gerne zu Fuß unterwegs. Täglich, so sagt man, spazierte er von seinem ersten Wohnsitz in der Dammallee an der Stadtkirche vorbei zum Neuen Schloss, durch den Hofgarten und zur Baustelle seiner Villa Wahnfried. Dazwischen kehrte er ein, trank bei Angermann oder in der Eule ausreichend Bier und aß Würstchen mit Sauerkraut. Wagners Leben und Wirken lässt sich heute noch gut nachvollziehen auf Stadtrundgängen, beim Besuch des Wagner-Wohnhauses mit Museum und bei einer kleinen Pilgerwanderung auf den Grünen Hügel, auf dem trutzig sein Festspielhaus thront.

Doch die beschauliche Residenz- und Universitätsstadt am Main ist nicht nur Wagners Wohn- und Festspielort. Auch der Dichter Jean Paul liebte dieses Fleckchen Erde, das durch die preußische Prinzessin Wilhelmine an Bedeutung gewann. Dank der weltläufigen und gebildeten Schwester Friedrichs des Großen wurde aus dem verschlafenen Provinznest ein weithin bekanntes kulturelles Zentrum. Zeugnisse davon gibt es viele und alle lohnen den Besuch: das frisch renovierte Markgräfliche Opernhaus, das Neue Schloss, die Hofkirche und vor den Toren der Stadt die prachtvolle höfische, Eremitage.

Das Museum für Gartenkunst

Ein paar Kilometer weiter, in Donndorf, liegt ein weiterer Sommersitz der Markgrafen-Zeit, Schloss Fantaisie, in dem heute das Museum für Gartenkunst untergebracht ist. Dann weiter durch die heitere Landschaft zum Schloss Neudrossenfeld. Im Terrassengarten des Schloss-Restaurants genießen die Gäste nicht nur die Köstlichkeiten aus der Küche, sondern auch einen unvergleichlichen Blick ins Rotmaintal. A. Erne

© Schwäbische Post 29.06.2018 15:49
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