Himmlische Insel in der Ostsee

Hiddensee Salz, Tang, Räucherfisch. Und: Pferdeäpfel, da hier keine Autos fahren dürfen.

Auf Hiddensee schnauben wie anno dunnemals Rösser statt Motoren, rollen Zweiräder anstelle von Autos über Wege und Straßen. Ergebnis: Dat söte Länneken – das süße Ländchen – ist unschlagbar als Frischlufttank und Ruhepol. Ohne Abgase, Lärm, Stress. Kein Ampeltakt zerhackt das Schlendern und Radeln, klackernde Hufe dirigieren den Rhythmus von Leben und Urlaub.

Gerade mal 17 Kilometer lang ist dieses gesegnete Eiland, das wie ein Wellenbrecher in Form eines Seepferdchens die Westküste Rügens abschirmt. Selbst wenn der Westwind mit brachialer Breitseite auf die Insel eindrischt und das wütende Meer frontal ans Ufer peitscht, bleibt hinter dem Wall aus Sanddorn- und Hagebuttenhecken nur ein laues Lüftchen übrig. Als Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft verblüfft Hiddensee dazu auf knapp 19 Quadratkilometern mit einer enormen Landschaftsvielfalt: endlose Strände, steile Klippen, weite Salzwiesen, heideüberwucherte Dünen, moorige Reet-Dickichte. Der Trumpf sind die stillen Reize. Einfach himmlisch! Ekkehart Eichler

© Schwäbische Post 06.07.2018 14:04
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