Hochtechnologie aus Aalen für die Welt

Gesenkschmiede Schneider GmbH (GSA) auf Wachstumskurs.
  • Die Bearbeitung von Präzisionsschmiedeteilen bei der GSA: Vom Rohteil bis zu Endbearbeitung alles aus einer Hand. Foto: GSA

Aalen. Das Traditionsunternehmen GSA Gesenkschmiede Schneider GmbH wurde 1891 gegründet und gehört zum spanischen CIE-Konzern. Geleitet wird das Unternehmen seit Jahresbeginn von Javier Telleria. GSA hat 2017 mit 460 Beschäftigten ein Umsatzsprung von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 102 Millionen Euro erreicht.

Vom Rohteil bis zur Endbearbeitung alles aus einer Hand – GSA schmiedet mehr als Stahl Durch die gute Auftragslage und den vielen Neuprojekten stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum. Im Aalener Süden hat die GSA 23 Schmiedelinien, während die Bearbeitung in Unterkochen erfolgt. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Ausbildungsstätte und hier legt Werkleiter Gerhard Bayer besonderen Wert auf eine erfolgreiche Ausbildung von eigenem Nachwuchs in allen technischen Bereichen. Ein leistungsfähiges, qualifiziertes und hoch motiviertes Team ist der Erfolgsgarant.

Die GSA ist nicht nur zuverlässiger Lieferant, sondern auch Entwickler für neue Technologien. Ein neues Projekt ist die Herstellung von Pkw- und Lkw-Kolben aus Stahl. Diese haben den Vorteil, dass der Kohlendioxidausstoß sinkt und die Motoren umweltfreundlicher werden. Dafür wurden in den letzten beiden Jahren zwei neue Fertigungslinien installiert, die die neu Kolbengeneration sowie schwenkbare Pkw-Anhängerkupplungen herstellen. Durch Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums in den vergangenen Jahren konnte ein Forschungsprojekt zu den thermisch und dynamisch hoch belastbaren Motorbauteilen aus hybriden Werkstoffverbunden entwickelt und umgesetzt werden.

Ein weiteres gefördertes Projekt läuft von Oktober 2017 bis zum Jahr 2020. Hier geht es um die Entwicklung eines Brennraumkonzepts mit Hochtemperaturwerkstoffen.

Mit Blick auf die E-Mobilität beschäftigt sich die GSA schließlich auch mit dem Schmieden von Werkstücken aus Magnesium, Aluminium und Titan.

Die GSA ist auch ein gefragter Entwicklungspartner bei seinen Kunden.

Siegfried Weyherter

Materialica Award 2017 in Gold

Für einen neu entwickelten und patentierten Werkstoff erhielt die GSA 2017 den „Materialica Award“ in Gold.

Vertriebsleiter Siegfried Weyherter: „Dieser neue hochwärmefeste Werkstoff wird in Motorkolben eingesetzt und ist in seinen gesamten Eigenschaften hervorragend für die neuen Anforderungen geeignet. Wir tragen somit in besonderem Maße zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes bei. Die GSA ist nicht nur Schmiede, sondern gleichzeitig auch ein gefragter Entwicklungspartner bei seinen Kunden. Vom Rohteil bis zur Bearbeitung kann das Unternehmen alles anbieten. Daher ist die GSA für die Zukunft bestens aufgestellt“.

Vom 23. bis 27. April präsentiert sich die GSA auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover und im September ist sie auf der Großmotorentagung in Rostock vertreten.

© Schwäbische Post 20.04.2018 15:07
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