Zukunftsorientes Energiemanagement

Unabhängigkeit von Energielieferanten und höchstmögliche Effizienz – das sind nur zwei Aspekte, die heute bei der Planung einer Heizungsanlage in den Fokus rücken. Bernd Masur, Geschäftsführer der Firma becker aus Aalen, erklärt, was heute schon möglich ist.
  • In diesem Wohnhaus arbeiten Solarthermie auf dem Dach und in der Balkonverkleidung sehr gut mit der bestehenden Ölheizung zusammen. Foto: becker
  • „Wir regeln das!“ ist das Motto der Firma becker. Geschäftsführer Bernd Masur betont, dass nur eine gut geplante Heizungsanlage das ganze technische Potenzial ausschöpfen kann. Foto: becker

Aalen. Rund 80 Prozent der in einem Haushalt benötigten Energie entfällt auf die Heizung. Das heißt im Umkehrschluss: Hier kann am meisten Energie eingespart werden. Die Firma becker aus Aalen hat mit beckerhyflex ein System entwickelt, das die optimale Nutzung der jeweils verfügbaren Energiequellen vereint. Wir haben dazu den Geschäftsführer Bernd Masur befragt.

Herr Masur, Sie und Ihr Geschäftspartner Martin Becker beschäftigen sich seit über 20 Jahren mit dem Thema – deshalb mal ganz schlicht gefragt: Was ist die beste und effizienteste Heizung?

Bernd Masur: Das ist eigentlich relativ kurz zu beschreiben. Die beste Heizung ist die, die am besten zu mir und meinem Haus oder Objekt passt. Dabei gibt es aber unterschiedliche Kategorien zur Bewertung. Wir als Fachunternehmen sind natürlich in der Lage, relativ schnell über ein Ausschlussverfahren die technischen Möglichkeiten einzugrenzen.
Dann kommt es aber auch darauf an, was man als Kunde erwartet. Wenn man einfach nur jetzt und heute so wenig wie möglich investieren möchte, ist das eine mögliche Anforderung. Wenn man aber auch die laufenden Kosten im Blick hat und so viel wie möglich echte Unabhängigkeit haben möchte, ist das ein anderes Ziel, das zu einem völlig anderen System führen kann. Und so gibt es einige Ziele, die man hier formulieren kann. Das gilt es herauszufinden. Wichtig ist am Ende einfach, egal welches System man gewählt hat: Nur wenn es richtig geplant und umgesetzt wird, kann es seine maximale Leistung bringen und so zum besten und effizientesten werden.

Die Firma becker bietet seit einiger Zeit das System beckerhyflex an. Was darf man unter diesem Begriff verstehen?

Bernd Masur: Unter hyflex haben wir einfach die beiden wichtigsten Merkmale unseres Systems zusammengefasst: hybrid und flexibel. Bei einem Hybridsystem kann man verschiedene Energiequellen gemeinsam oder alternativ nutzen und so von deren Stärken maximal profitieren.
Flexibel deshalb, weil man ja nicht weiß, wie sich die Verfügbarkeit und der Preis verschiedener Energieträger entwickelt. Oder auch, weil ich jetzt noch kein Geld für mein komplettes Wunschsystem habe und es erst später ausbauen möchte. All das ist mit unserem System möglich. Und becker steht vor dem Begriff, weil wir es in vielen Jahren gemeinsamer Arbeit selbst entwickelt und verbessert haben.

Ist dieses Konzept die Zukunft der Heiztechnik für Privathäuser?

Bernd Masur: Ich denke, es ist schon die Gegenwart, wird aber auch die Zukunft sein. Wenn man sich von steigenden Energiepreisen lösen möchte, kommen nur zwei Dinge in Betracht: Energie sparen. Das geht bis zu einem gewissen Punkt auch ohne Komfortverlust.
Und dann die Nutzung der Sonnenenergie zur Wärme- und Stromgewinnung. Das ist die zentrale Komponente für echte Unabhängigkeit. Da dies meist nicht komplett ausreicht, brauchen wir eine Ergänzung. Und schon sind wir hybrid. Und wenn es nach uns geht, gerne auch hyflex.

Bei einem Hybrid- system kann man verschiedene Energiequellen gemeinsam oder alternativ nutzen und so von deren Stärken maximal profitieren.

Bernd Masur

Wie stellen Sie die Komponenten von beckerhyflex zusammen?

Bernd Masur: Am wichtigsten für uns sind erprobte, verlässliche Komponenten. Wir entscheiden primär nach dem Gesichtspunkt der besten Technik.
Und die ist meist einfach, durchdacht und solide. Es sind immer namhafte Markenhersteller mit hoher Verlässlichkeit, keine Exoten.
Der Schlüssel ist die zentrale Einheit, das Herz und das Hirn der Anlage. Die sind nämlich immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut und das macht es dann auch für uns möglich, unser vielfältiges System auf einem hohen Leistungsniveau preiswert anzubieten.

Kann jeder Hausbesitzer beckerhyflex in seinem Haus integrieren, also kann das auch in ein älteres Haus eingebaut werden?

Bernd Masur: Ja. Man geht wie anfangs beschrieben vor und wird immer und für jeden das passende finden.

Wie sieht es mit den Fördermöglichkeiten aus?

Bernd Masur: Unser System ist schon an sich förderoptimiert, sprich es beinhaltet die Anforderungen für die meisten Förderprogramme. Da es aber mittlerweile sehr viele unterschiedliche Programme gibt, bieten wir zusätzlich einen individuellen Förderservice an. Das heißt, wir holen für jeden Kunden die maximale Förderung, und das sind meist einige tausend Euro.
Das schöne dabei ist: Der Kunde kann sich einfach zurücklehnen, denn auch das gehört ja zu unserem Motto: Wir regeln das! wom

© Schwäbische Post 27.04.2018 16:09
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