Für die Patienten: Einer für Alle – Alle für Einen

Vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich – bereits vor Weihnachten soll der Erweiterungsbau des SRH Fachkrankenhauses Neresheim fertiggestellt sein. Damit entsteht eine der größten Intensivversorgungseinheiten für Patienten mit Hirnschädigung in Süddeutschland.
  • Beim ersten Spatenstich für die Erweiterung der SRH Fachklinik Neresheim (v. li.): Der Sprecher des Ärzteteams Dr. Bernd Eifert , Bürgermeister Thomas Häfele, Geschäftsführer der SRH Kliniken Werner Stalla, Geschäftsführer der Klinik Neresheim Andreas Christopeit, Landrat Klaus Pavel und der Geschäftsführer von ADK Modulbau Robert Kohler. Foto: nja

Neresheim. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat das SRH Fachkrankenhaus Neresheim mit dem Bau der Erweiterung der Klinik begonnen. Der Festakt fand bei strahlendem Sonnenschein statt und ist der Startschuss für die Umsetzung der 2015 begonnenen Planungen. Die Inbetriebnahme der neuen Räume findet noch in diesem Jahr statt. Noch vor Weihnachten soll der in Modulbauweise erstellte Neubau fertig werden.

Investitionsvolumen: 6,5 Millionen Euro

Rund 6,5 Millionen Euro umfasst das Investitionsvolumen, dass das Regierungspräsidium und das Sozialministerium des Landes mit etwas mehr als zwei Millionen Euro fördert. Mit der Fertigstellung des Bauabschnittes wird die Intensivkapazität des Fachkrankenhauses von 18 auf 24 Betten steigen und die Abteilung für Frührehabilitation auf 40 Betten erweitert. Damit verfügt das SRH Fachkrankenhaus Neresheim über eine der größten Intensivversorgungseinheiten für Patienten mit Hirnschädigung in Süddeutschland.

Für die Mitarbeiter des Krankenhauses entstehen den heutigen Standards entsprechende Rahmenbedingungen, damit sie ihre hochkomplexen und multiprofessionellen Behandlungskonzepte effektiv umsetzen können.

Freundliche Worte findet Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken über seine Mitarbeiter: „Es ist heute ein guter Tag. Der Spatenstich, den wir heute hier machen dürfen, ist nicht nur wichtig für die Stadt Neresheim, sondern für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine ausgezeichnete Arbeit leisten und nicht zuletzt für die Patienten, die hier noch besser betreut werden können.“

Erweiterung ist ein Zeichen für die Qualität des Hauses

Entgegen allen Trends, zur Schließung und Zusammenlegung verschiedener Krankenhäuser, ist man in Neresheim antizyklisch unterwegs. Hier wird erweitert und gebaut. Ein klares Zeichen für die Qualität des Hauses. „Wir sind hier ein bisschen wie das ,Gallische Dorf’, fast wie eine kleine Insel der Glückseligkeit. Hier wird wie in einer Familie gearbeitet und angepackt. Nach Zuständigkeiten fragt hier niemand. Alles zum Wohle des Patienten, der hier immer im Vordergrund und nicht im Wege ist“, erzählt Stalla weiter. Das sei schon mehr als außergewöhnlich. Eine vertrauensvolle Atmosphäre werde geschaffen: Einer für Alle und Alle für Einen.

Alles zum Wohle des Patienten, der hier immer im Vordergrund und nicht im Wege ist.

Werner Stalla, Geschäftsführer
der SRH Kliniken

Der Landrat des Ostalbkreises, Klaus Pavel, äußerte sich ebenfalls dankbar und stolz zum Schaffen der Klinikmitarbeiter, die die Qualität der Klinik auf höchstem Niveau halten. Die aktuelle Nachfrage nach Aufnahme- und Behandlungsmöglichkeiten am SRH hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und wird auch in Zukunft weiter wachsen. Der Anbau werde dadurch mehr als gebraucht.

Der Klinikanbau, mit einer Gesamtfläche von über 2.000 Quadratmetern, wird aus 22 Modulen bestehen, wobei die größten rund sechs Meter breit, 13 Meter lang und 38 Tonnen schwer sind. Alle Module werden im ADK-Werk, dem dem weltweit tätigen Fachbetrieb für Modulbau, in Neresheim vorgefertigt und dann am SRH Fachkrankenhaus-Bestandsgebäude zusammengesetzt.

Eine Dauerbaustelle mit Lärm und Staub wird vermieden und der laufende Klinikbetrieb dadurch kaum beeinträchtigt.

Regionale Partnerschaft bringt Vorteile

Sowohl das SRH Fachkrankenhaus als auch die Firma ADK freuen sich darauf, gemeinsam dieses Projekt umzusetzen. Die regionale Partnerschaft bringe für die Beteiligten viele Vorteile in der Projektumsetzung, zu denen unter anderem die kurzen Transport- sowie Kommunikationswege gehören. Für die Firma ADK ist es ein weiteres Projekt in der Region. Nach dem Bau der Ärztehäuser Heidenheim und Neresheim, welche bei der Bevölkerung großen Anklang finden, wurde in diesem Jahr eine große Zahnarztpraxis sowie ein DRK-Schulungszentrum in Ellwangen gebaut. nja

© Schwäbische Post 27.04.2018 16:11
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