Sonderausstellung im Urweltmuseum Aalen

Zum 40-jährigen Bestehen des größten städtischen Museums für Geologie und Paläontologie in Baden-Württemberg gibt es dort noch mehr zu sehen und zu erleben. Zum verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai kann das Museum in der City bei freiem Eintritt besucht werden.
  • Museumsleiter Ulrich Sauerborn kann einige sensationelle Funde im Aalener Urweltmuseum präsentieren. Foto: nja

Aalen. Mit der Sonderausstellung GEOART hat sich Museumsleiter Ulrich Sauerborn etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ausgestellt werden unter anderem Objekte von Hans-Dieter Bolter, der Wurzeln und Holz mit Fossilien kombiniert und zu wahren Kunstwerken macht. Horst Kuschel zeichnet in alter Tradition mit Blei- und Silberstift Fossilien, so vollkommen, dass man meinen könnte, es seien Fotografien. Ulrich Sauerborn stellt Fotos aus, die er in den Canyons der USA fotografiert hat.

Besondere Fundstücke

Allein die GEOART lohnt den Besuch im Urweltmuseum. An diesem verkaufsoffenen Sonntag wird es aber noch eine Präsentation eines besonderen Fundstückes geben.

Die Familie Schütz hat auf ihrem Grundstück eine 215 Millionen Jahre alte Versteinerung von Fußabdrücken gefunden, die von Vorfahren des Dinosauriers stammen. Eine absolute Sensation, die hier besichtigt werden kann.

Im dritten Obergeschoss wird ein museumspädagogisches Programm stattfinden. Hier können Alt und Jung viel über die Geschichte der Welt, vor allem aber über die Entstehung der Schwäbischen Alb lernen. Mit speziellen Werkzeugen darf man hier selbst Hand anlegen, sich seine Fossilien präparieren und anschließend sogar mit nach Hause nehmen.

Führungen durch das Museum

Auf keinen Fall sollte man sich die Führungen durch das Museum, um 13 und um 15 Uhr, entgehen lassen. Hier gibt es wirklich viel Interessantes über die Ur-Ostalb zu erfahren. Vor allem auch, dass Aalen der Namensgeber für das weltweit bekannte geologische Zeitalter „Aalenium“ ist. In allen geologischen Tabellen der Jurazeit ist die Aalenium-Stufe aufgeführt. Sie umfasst den Zeitraum der Erdgeschichte von vor etwa 178 bis 174 Millionen Jahren. Was ist da schon eine Stunde, um eine interessante Führung durch das Museum zu machen.

Infostelle UNESCO GEOPARK

Das Urweltmuseum ist unter anderem auch Infostelle des UNESCO GEOPARK Schwäbische Alb. Der Geopark erstreckt sich zwischen Aalen und Tuttlingen, in seinem Innern oder direkt angrenzend liegen die Städte Ulm, Tübingen, Göppingen, Reutlingen und Schwäbisch Gmünd. Der Grund dieser Auszeichnung ist die beeindruckende geologische und paläontologische Vielfalt der Alb.

Hier kann der Besucher erfahren, dass die Schwäbische Alb immer noch in Bewegung ist und hier kann die Erdentwicklung „live“ beobachtet werden. Zum Beispiel am Mössinger Erdrutsch.

Große Tombola am Sonntag

Zu gewinnen gibt es am Sonntag auch etwas. Bei einer großen Tombola wird ein „Riesen-Ammonit“ verlost. Aber keine Angst der Gewinner kann das Fossil, das einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern und ein Gewicht von circa sieben Kilogramm hat, noch selbst nach Hause tragen.

Freuen darf man sich auch schon auf den Herbst 2019: Da wird es in den Räumen des Museums eine Ausstellung über die Heilkraft der Steine geben. Soviel wird verraten: Es wird mystisch. nja

Sommeraktion des ACA: Aalen blüht in diesem Jahr urzeitlich

Das Motto der diesjährigen „Aalen City blüht-Aktion“ vom 29. Juni bis 26. August lautet „Urzeitlich“. An sieben Plätzen in der Stadt, beim Mercatura und im Garten des Café Samocca werde die Geschichte dargestellt, wie sich die Erde entwickelt hat, erklärt Citymanager Reinhard Skusa. Vor dem Rathaus wird ein Vulkan aufgebaut, dessen Lavaströme bepflanzt sind. Blumen werden als Leitmotiv durch die Stadt führen und auf Tafeln wird über die Entstehung der Erde informiert. Urzeitliche Tiere wie Dinosaurier oder Säbeltiger kommen hinzu.

Auch über das Aalenium, eine Zeitepoche über vier Millionen Jahre im Mitteljura, die nach Aalen benannt wurde, wird im Rahmen der ACA-Aktion auf einer Schautafel berichtet.

Am Sonntag, besteht von 11 bis 18 Uhr die Möglichkeit zu einem eintrittsfreien Rundgang im Urweltmuseum.

© Schwäbische Post 02.05.2018 16:17
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