Keine weiteren Fahrverbote

„Einfahrtsbeschränkungen, egal in welcher Form, sind für die Stadt Mannheim kein adäquates Instrument“, sagte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). „Unser Ziel als Modellstadt ist es, ein Dieselfahrverbot zu verhindern.“ Dazu habe man beim Bund ein Konzept eingereicht, mit dessen Maßnahmen die Stickstoffdioxide schnell und deutlich reduziert werden sollen. Mit den Mitteln, die Mannheim dazu als Modellstadt vom Bund erhält, wird unter anderem die ÖPNV-Tarifstruktur optimiert und die Taktung von Buslinien und den Lieferverkehr in die Mannheimer Innenstadt verbessert.

Stickoxide sind Gase, die unter anderem die Atemwege und Augen reizen können. Die Umweltgifte entstehen bei vielen Verbrennungsvorgängen.

„In Reutlingen schaut man schon nach Stuttgart - aber im Moment noch einigermaßen entspannt“, sagte Stadtsprecherin Cordula Walleit. Seit März setzt die Stadt ihren Plan für bessere Luft um. Diesel-Fahrverbote stehen dort erst dann zur Debatte, wenn die anderen Maßnahmen keine Wirkung zeigen. „Um die Wirksamkeit von Lkw-Durchfahrtsverbot, Tempo-Reduktion und Co. nachzuweisen, haben wir ein Jahr Zeit“, sagte Walleit. Diesel-Fahrverbote könnte es in Reutlingen also frühestens Ende 2019 geben. Man geht dort nicht davon aus: „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte die Sprecherin.

Auch in Herrenberg konzentriert man sich als Modellkommune vorerst auf die eigenen Maßnahmen und deren Wechselwirkung. Um die Stickoxid-Belastung zu reduzieren, werden dort die Verkehrssteuerung digitalisiert, der ÖPNV verbessert und der Radverkehr gefördert.

Notizblock Orte

[Modellstadt Herrenberg](71083 Herrenberg, Deutschland) [Modellstadt Reutlingen](Reutlingen, Deutschland) [Modellstadt Mannheim](Mannheim, Deutschland)

Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt Ansprechpartner

Reutlingen, Pressestelle, +49 7121 303 2533 Mannheim, Pressestelle, +49 621 293 2918 Herrenberg, Pressestelle, +49 7032 924 329

Kontakte

Autorin: Alexia Angelopoulou (Stuttgart), +49 711 16262 37270, Redaktion: Larissa Schwedes (Stuttgart), +49 711 1626237205, Foto: Newsdesk, +49 30 2852 31515,

dpa axa yysw z2 swe/aro
© Südwest Presse 14.07.2018 07:45
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.