Sechs Jahre Haft für Vater

Baby durch Schütteln schwer behindert.
Weil er seinem kleinen Mädchen durch Schütteln schwerste Behinderungen zugefügt hat, muss ein Vater sechs Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Memmingen sprach den 37-Jährigen am Freitag der schweren und gefährlichen Körperverletzung schuldig. Das Baby erlitt eine Hirnblutung und deswegen dauerhafte Schädigungen.

Der Mann hatte in dem Prozess zugegeben, dass er seine damals sechs Monate alte Tochter so heftig geschüttelt hat, dass Laura seitdem auf beiden Augen blind, geistig behindert und an Armen und Beinen gelähmt ist. „Eine Besserung ist nicht in Sicht“, sagte der Vorsitzende Richter Jürgen Hasler. „Schlimmere Folgen einer Tat sind nicht denkbar.“

Der Vater hatte das Kind nachts geschüttelt, nachdem es geschrien und sich trotz eines Fläschchens nicht beruhigt hatte. Es sei eine spontane Tat aus der Überforderung des Vaters heraus gewesen, sagte Hasler. Der Vater sei sonst nicht gewalttätig gewesen und habe die schlimmen Verletzungen auch nicht gewollt. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig, weil der Staatsanwalt und der Verteidiger auf Rechtsmittel verzichteten.

Notizblock Redaktionelle Hinweise

Zusammenfassung bis 1530 - ca. 30 Zl

Internet

(Bündnis gegen Schütteltrauma)(http://dpaq.de/xhkCz) (Initiative "Bitte nicht schütteln!")(http://dpaq.de/ivKLt)

Orte

[Landgericht](Hallhof 1, 87700 Memmingen, Deutschland) [Tatort](86825 Bad Wörishofen, Deutschland)

Service

Az.: 1 KLs 113 Js 2512/17

Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt Ansprechpartner

Jürgen Brinkmann, Pressesprecher und Vizepräsident des Landgerichts Memmingen, +49 8331 105 102,

Kontakte

Autor: Ulf Vogler (Memmingen), Redaktion: Jürgen Balthasar (München), +49 89 52394 38111, Foto: Newsdesk, +49 30 2852 31515,

dpa uvo yyby n1 baj/aro
© Südwest Presse 14.07.2018 07:45
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