Vatikan erkennt „Wunder“ nicht an

Aus der Heiligsprechung des Seligen Bernhard von Baden (1428-1458) wird vorerst nichts. Rom erkannte eine Krankenheilung, die auf Bernhard zurückgehen soll, nicht als Wunder an, wie die Diözese zwei Tage vor dem Gedenktag des badischen Landespatrons mitteilte. Zwei unabhängige „gerichtsärztliche Gutachten“ hätten die Heilung einer Ordensfrau aus der Baden-Badener Abtei Lichtenthal nicht bestätigt. Das Verfahren ruht nun, bis Freiburg ein neues, Bernhard von Baden zugesprochenes Wunder zur Prüfung in Rom vorlegt. Ob und wann dies erfolgen wird, ist unklar.

Das Erzbistum Freiburg hatte das Heiligsprechungsverfahren 2011 offiziell wiedereröffnet. Ein erster Anlauf war bereits vor Jahrzehnten versandet. Historiker und Theologen befassten sich mit Leben und Nachwirken Bernhards und erarbeiteten Dokumente, die das vorbildhafte Leben des Adeligen sowie seine Verehrung belegen sollen.

Bernhard von Baden wurde 1769 seliggesprochen. Der 1428 geborene Adelige gab seine Herrschaftsansprüche ab und widmete sich der Armen- und Krankenfürsorge. Die genauen Lebensumstände liegen im Dunklen. Er starb mit 30 Jahren in Oberitalien an der Pest. Sein Grab in Italien entwickelte sich rasch zu einem Wallfahrtsort. Nach seiner Selgsprechung 1769 urde Bernhard von Baden zum Schutzpatron der katholischen Markgrafschaft Baden-Baden. kna
© Südwest Presse 14.07.2018 07:45
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