Hier schreibt der Bifora-Freundeskreis

Bifora Uhren erzählen Geschichten

Uhren begleiten einen Menschen oft ein Leben lang. Und insbesondere mechanische Uhren überdauern meist ein Menschenleben und erzählen Geschichten aus längst vergangener Zeit. Und so sind nicht nur die Schönheit des Designs oder die Achtung für die langlebige Technik, sondern auch die Geschichten, die uns diese Begleiter erzählen, das, was Uhrenfreunde an ihrem Hobby fasziniert. Das Uhrenfieber hat Günter Chmielewski vom Bifora Freundeskreis e.V. seit seiner Jugend im Griff gehabt und nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2007 ist er in den Besitz von sechs Bifora Uhren gelangt. Darunter war die Uhr seines Großvaters, die über 30 Jahre auf dem Dachboden lag, und mehrere Uhren seines Vaters. Alle waren gut erhalten und in funktionsfähigem Zustand und deshalb trug er sie und ließ sie von einem befreundeten Uhrmachermeister, der früher bei der Bifora gelernt hat, warten. Als er 2014 die Landesgartenschau Uhr kaufte und im Bifora Museum abholte, hatte er eine dieser Uhren am Arm. Es war die Schlichteste und Unscheinbarste von allen und er dachte nicht, dass sie etwas Besonderes sei. Aber Rolf Reichert, der Dienst im Museum hatte, erkannte sie sofort als „Unima“, unter diesem Namen wurden früher die Chronometer, also besonders genau gehende Uhren von Bifora mit dem Kaliber 120, vertrieben. Begeistert von dieser Entdeckung entschloss er sich dazu, tiefer in die Welt der Bifora Uhren einzutauchen und wurde Mitglied im Bifora Freundeskreis.
Bei einem anderen Museumsbesuch holte eine ältere Dame, die zusammen mit ihrer Tochter an einer Weiterbildung über die Geschichte der Bifora teilnahm, plötzlich eine alte Damenuhr aus ihrer Tasche mit den Worten „Die Bifora Uhr liegt jetzt seit über 60 Jahren in meinem Nachtkästle und die isch no nie ganga." Götz Schweitzer zog die Uhr auf und sie erwachte sofort zum Leben. Der gerührte Blick der beiden Damen war in diesem Moment der größte Lohn für ihn.
Diese und andere Geschichten motivierten den Bifora Freundeskreis dazu, ab Dezember jeden 1. Mittwoch im Monat von 17–19 Uhr der Bevölkerung in und um Schwäbisch Gmünd die Gelegenheit zu geben, mehr über ihre alten Bifora Uhren zu erfahren und ihre Geschichten zur Uhr zu erzählen. Kommen Sie einfach mit Ihren Uhren vorbei und sprechen Sie mit unseren Experten. Und vielleicht findet die eine oder andere Uhr künftig ein neues Zuhause im Bifora Museum.
Bifora Freundeskreis e.V., Uhrenbewertung, jeden 1.Mittwoch im Monat von 17-19 Uhr. Bifora Museum, Hauffstraße 2, 73525 Schwäbisch Gmünd

© Bifora-Freundeskreis 05.11.2015 22:18
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