Geheimnisvolles Land der Inkas

Die begeisterten Bergsteiger Hansjörg und Raimund Seibold aus Wengen in der Schweiz erkundeten 2017 die Anden. Auf ihrer Reise durch Südamerika faszinierte sie vor allem die Inka-Kultur und die Vielschichtigkeit Boliviens.
  • Die Himmelsstürmer Mathias Schlereth, Robert Kubica und Hansjörg und Raimund Seibold auf einem Gipfel in den Anden.

Hansjörg und Raimund Seibold

Schon sehr viele Reisen haben Hansjörg und ich nach Südamerika unternommen, aber zum ersten Mal ging es in ein Land, das unterschiedlicher an Landschaften und Kultur nicht sein kann.

Die Rede ist vom Andenstaat Peru. Mit von der Partie war unser Nordlicht aus Rügen, Robert Kubica, und der Würzburger Mathias Schlereth, der seit drei Jahren mit uns in Wengen am Kochherd steht.

Im Zeichen der Inkas

Die erste Woche in Südperu, stand ganz im Zeichen der Inkas und ihrer Kultur. Cuzco, die Hauptstadt und der Mittelpunkt des Inkareich auf 3400 Meter, war unsere erste Station.

Von seiner früherer Bedeutung als Inkametropole zeugen noch viele Bauwerke in der Umgebung. Cuzco ist auch der Ausgangspunkt für die sagenumwobene Inkafestung Machu Picchu. Dank einer speziellen Erlaubnis Permit hatten wir das große Glück, auf den 3000er Machu Picchu zu steigen, um uns die grandiosen Anlage aus der Vogelperspektive anzuschauen.

Drei 6000er in einer Woche

Was wäre ein Südamerika-Tripp ohne einen 6000er zu besteigen. Bei Hansjörg und mir überhaupt nicht möglich.

Darum ging es in der zweiten Woche in die lebhafte Universitätsstadt Arequipa, auf der Süd-Terrasse der Anden.

Vulkan Hualca Hualca, 6034 Meter, Vulkan El Misti, 5865 Meter und Vulkan Chachani, 6075 Meter wurden bei top Wetterverhälltnissen bestiegen.

Doch ein anderer Vulkan hat uns immer wieder sehr beeindruckt, der fast 6000 Meter hohe, aktive Vulkan Sabancaya. Stündlich stößt der schwarze Riese seine dunkle Aschenwolke Kilometer weit in den blauen Andenhimmel und so manchmal stockte uns der Atem.

Relaxen am Titicacasee

Nach einer genialen Woche ging es noch zum Relaxen an den Tititacasee. Auf dem höchsten schiffbaren See der Erde, etwa 16 mal größer als der Bodensee, haben wir die farbenprächtige Isla del Sole besucht, der Legende nach der Ursprung des Inkareiches. La Paz, die Millionen-Metropole und unumstrittenes Zentrum des vielschichtigen Andensaates Boliviens, war der Abschluss unserer grossen Reise. Seit unserem ersten Besuch 2013 begeistert sie uns immer wieder.

Die Weichen für 2018 sind gestellt. Wir werden Südamerika wieder besuchen, gestartet wird in La Paz.

Grüße aus Wengen/Schweiz

Mathias, Robert, Hansjörg

und Raimund

© Schwäbische Post 23.12.2017 00:43
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