Sigurdsson hält sich alle Optionen offen

Deutschland reist mit 15 statt der erlaubten 16 Akteuren zur WM. Glandorf übernimmt die Jokerrolle.
Mit den beiden deutlichen Siegen gegen Rumänien (30:21) und Österreich (33:17) haben sich die deutschen Handballer vor ihrem WM-Auftaktmatch am Freitag gegen Ungarn (17.45 Uhr) weiter Selbstvertrauen geholt. Bundestrainer Dagur Sigurdsson übt sich allerdings in Tiefstapelei und sieht den Europameister im Auftaktspiel in der Außenseiterrolle. „Wir haben nicht viel zu verbessern, aber wir müssen die richtige Einstellung und die richtige Taktik finden. Die Chancen gegen Ungarn stehen 40:60, dabei bleibe ich“, sagte der Isländer vor der heutigen Abreise in der Vorrunden-Spielort Rouen. Dort warten neben dem Team um Altstar Laszlo Nagy Chile, Saudi-Arabien, Weißrussland und Kroatien auf die Auswahl des Deutschen Handball-Bunds.

Obwohl er 16 Spieler zur WM mitnehmen darf, hat Sigurdsson vorerst nur 15 Akteure nominiert. Zu ihnen gehört auch Kapitän Uwe Gensheimer. Allerdings weilt der Linksaußen nach dem unerwarteten Tod seines Vaters noch in Mannheim. Ob er bereits heute mit nach Frankreich reist, ist offen. „Er kommt zurück, wenn er sich danach fühlt“, sagte der Bundestrainer.

Linkshänder Holger Glandorf wird auf jeden Fall vorerst als Joker in Deutschland bleiben, hat aber gute Chancen auf eine Nachnominierung. Zunächst will sich Sigurdsson aber alle Optionen offenhalten, um im Falle von Verletzungen reagieren zu können.

Geklärt ist auch die Frage, ob die WM in Deutschland zu sehen ist. Nachdem bereits feststand, dass es im Fernsehen keine Liveübertragung geben wird, hatte sich der Sponsor DKB die Rechte gesichert und angekündigt, die Spiele im Internet zu zeigen. Die Medienanstalten gaben gestern aufgrund der „außergewöhnlichen Einzelfallsituation“ ihr Okay. Sebastian Schmid
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© SEBASTIAN SCHMID 11.01.2017 07:46
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