BERUFSWAHL 2015 ANGEBOTE DER BERUFSAUSBILDUNG

Ein paar praktische Tipps für eine gute Bewerbung

Lebenslauf interessant gestalten

Der Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung – hierbei sollte nichts schiefgehen. Doch immer wieder patzen Jobsuchende an den gleichen Stellen, sagt der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin. Der Klassiker sei, die Unterschrift zu vergessen. Das sei ein schwerer Formfehler. Wer sich dann zum Beispiel für einen Bürojob bewirbt, bei dem Sorgfalt besonders wichtig ist, wird unter Umständen gleich aussortiert.

Schlecht sei auch, so Jürgen Hesse, auf dem Lebenslauf die erste Station zu nennen – und sich dann bis zuGegewart vorzuarbeiten. Besser ist es, die Stationen genau andersherum anzuordnen. So herum sei es für den Personaler interessanter.
Bewerber sollten auch darauf achten, dass sie ihr Anschreiben weder zu kurz noch zu lang verfassen. Ein Anschreiben mit nur fünf Zeilen wirkt schnell lieblos. Länger als eine Seite dürfe es aber auch nicht sein, sagt Karriereberater Thomas Bähren. Wichtig ist auch, nicht aus Verlegenheit den Lebenslauf nachzuerzählen. An der Stelle sollten Bewerber vielmehr darlegen, warum der Job zu ihnen passt. Dazu schauen sie am besten in der Stellenanzeige genau nach, was gefragt ist und dann erklären sie, warum sie dadurch genau zu der Stelle passen.
Zu vermeiden ist außerdem ein langweiliger Einstieg: „Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige“ ist kein erster Satz, der dem Personaler Lust auf mehr macht, sagt Bähren. Besser sei, hier bereits einige wichtige Fakten zum Jobsuchenden unterzubringen.

Elektronische Bewerbung nicht zu groß
Bei einer elektronischen Bewerbung sollte der Anhang nicht größer als zwei Megabyte sein. Sonst sei das Postfach des Empfängers schnell verstopft, sagt Jürgen Hesse, Ratgeberautor zum Thema. Gut sei deshalb, mehrere Dokumente in einem PDF-Dokument zusammenzufassen und zu komprimieren, etwa als ZIP-Datei. Damit die Bewerbung übersichtlich bleibt, gibt es außerdem idealerweise maximal zwei Anhänge.
Das Anschreiben können Bewerber entweder ins E-Mail-Fenster kopieren. Dann sollten sie sich aber kurz fassen. „Ein Anschreiben über eine Seite liest online kein Mensch“, erklärt Hesse. Besser sei meist, es im Anhang mitzuschicken. Viele Personaler ließen sich Bewerbungen ausdrucken – ist das Anschreiben im E-Mail-Fenster, wird es beim Ausdruck schnell vergessen. Am besten im E-Mail-Fenster nur ein oder zwei Zeilen, in denen auf die Bewerbungsunterlagen im Anhang verwiesen wird.

Initiativbewerbung telefonisch ankündigen
Bevor Job- und Ausbildungsplatzsuchende sich initiativ bewerben, sollten sie ihre Bewerbung in der Firma telefonisch ankündigen. Darauf weist der Karriereberater Jürgen Zech aus Köln hin. Man sollte sich erkundigen, wer der richtige Ansprechpartner ist. Sonst ist die Gefahr groß, dass die Bewerbung in der Post untergeht.
Auf keinen Fall sollten Bewerbungen verschickt werden, die keinen klaren Bezug zum Unternehmen haben. „Einfach zu sagen, die Firma finde ich klasse, weil sie Daimler oder Siemens heißt, reicht nicht“, sagt Zech. Vorher müssten Bewerber genau schauen, wo sie im Unternehmen hinpassen – und sich dann auf eine Position bewerben.
Peinlich ist es auch immer, wenn Jobsuchende eine Initiativbewerbung schicken und dabei offene Stellen übersehen. Sie sollten deshalb immer zuerst checken, welche offenen Stellen es gibt. „Wenn man nicht genau passt, macht es aber mehr Sinn, sich initiativ zu bewerben“, so Zech. dpa
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© Schwäbische Post 23.01.2015 15:22
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