Alle spielen „Uno“ falsch

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    Immer falsch gespielt? Die Vier-Ziehen-Karte. Foto: ©M Sosnowska/Shutterstock.com
Für viele Menschen ist es das erste Kartenspiel, das sie erlernen: Uno. Vor allem, weil seine Regeln unwiderstehlich einfach sind, ist es weltweit beliebt. Die Farben- und Zahlenkarten lassen sich nur auf ihresgleichen legen, und: Die Vier-Ziehen-Karte sticht immer.

Immer? So dachten viele zumindest bisher. Wie es aber aussieht, haben Uno-Spieler das Spiel jahrzehntelang falsch gespielt. Denn: Die Vier-Ziehen-Karte kann man überhaupt nicht immer legen! Diese beunruhigende Entdeckung machte eine Lehrerin aus Houston, Texas, die sich als wohl erster und einziger Mensch seit Erfindung des Spiels 1969 die Mühe gemacht hat, seine Anleitung durchzulesen: Darin steht tatsächlich, dass die Karte nur dann gespielt werden darf, wenn ein Spieler nicht jene Farbe oder Zahl in der Hand hält, die bedient werden könnte. Heißt: Liegt auf dem Stapel mit den abgelegten Karten eine gelbe Drei, und der Spieler mit der Trumpfkarte hält eine gelbe Karte oder eine Drei in der Hand, darf er seine „Vier-Ziehen“ nicht ausspielen.

Wer das bereits wusste, steht damit wohl alleine da. Denn die Erkenntnis der Lehrerin taugt dazu, Menschen auf der ganzen Welt aufzuwühlen. Allein auf Facebook haben 175 000 Menschen auf einen entsprechenden Beitrag reagiert. Sie alle müssen nun wohl umdenken, bevor sie das nächste Mal „Uno, Uno“ sagen können. Igor Steinle
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© IGOR STEINLE 12.01.2018 07:45
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