Überflutungen, Erdrutsche - der Ostalbkreis blieb zum Glück verschont

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Erst einmal die gute Nachricht: Zu Silvester hat der Deutsche Wetterdienst seine Hochwasserwarnungen wieder aufgehoben. Die teils heftigen Regenfälle seien vorbei und das schlimmste Hochwasser sei überstanden, sagte am Sonntag ein Sprecher. Lediglich im Nordosten sei noch ein leichter Anstieg der Flusspegel zu erwarten, bevor sie im Laufe des Tages und der kommenden Nacht auch dort sinken würden.

Die schlechte Nachricht: In der Nacht zu Silvester hat es im Norden Baden-Württembergs stellenweise Überflutungen gegeben. 

Wie der SWR meldet, wurden laut Polizei Teile eines Hauses in Heidelberg-Ziegelhausen von einer großen Menge Schlamm und Geröll zugeschüttet. Die Bewohner sowie die Bewohner des Nachbarhauses wurden in Sicherheit gebracht. Ein Statiker des Tiefbauamtes prüfte die Stabilität des Gebäudes.

Auch im Rhein-Neckar-Kreis habe es einen Erdrutsch gegeben. Auf der Kreisstraße zwischen Waldwimmersbach und Neckargemünd rutschte ein Teil eines Hanges ab. Das Gebiet wurde von der Feuerwehr abgesperrt und gesichert. Die Straße blieb mehrere Stunden gesperrt.

In Waldhilsbach - einem Ortsteil der Stadt Neckargemünd - ist in der Nacht zu Silvester ein Bach über die Ufer getreten und hat die Ortsdurchfahrt geflutet. Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, standen Keller und ein Kindergarten unter Wasser. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk rückten an und kämpften gegen das Hochwasser.

Bundestraßen zeitweise überflutet
Im Neckar-Odenwald-Kreis kam es laut Polizei ab dem späten Samstagabend zu mehreren Einsätzen wegen Überschwemmungen, unter anderem in Elztal und Aglasterhausen. Die B37 wurde zwischen Binau und Neckargerach von Schlamm und Wassermassen überflutet. In Zimmern stellten Einsatzkräfte Spundwände auf, um einen Bach einzudämmen.

Auch im Hohenlohekreis waren Straßen zeitweise durch Schlamm und Geröllanschwemmungen nicht mehr befahrbar. Laut Polizei drohte in Niedernhall, ein Baukran unterspült zu werden. Feuerwehr und Baufirma verhinderten ein Umstürzen. Auf der B19 war die Fahrbahn zwischen Belsenberg und Stachenhausen halbseitig überschwemmt. In und um Künzelsau waren zahlreiche Straßen überflutet, da das Wasser nicht mehr im vollen Umfang in die Kanalisation abgeleitet werden konnte.

 

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© Schwäbische Post 31.12.2017 18:05
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