Wichtige Projekte zur Stadtentwicklung

Die Stadt am Ipf arbeitet an verschiedenen Themen und hat einige dicke Brocken auf der Tagesordnung
  • Großbaustelle Beseitigung des Bahnüberganges in der Neresheimer Straße. Im Areal saniert Bopfingen das Kanalnetz komplett.
  • Das neue Wasserspiel am Eingang zum sanierten Stadtgarten nehmen Kinder in Beschlag, vorausgesetzt das Wetter spielt mit.
  • Auerochsen grasen in den Sechta-Auen. Das renaturierte Gebiet entlang des Baches hat sich zur beliebten Naherholungszone entwickelt.
  • Das Schulzentrum in Bopfingen wird weiter saniert. Die Stadt erhält hierfür vom Land weniger Geld als erhofft. (Fotos: mas)
Bauwerke verändern derzeit das Gesicht der Bopfinger Innenstadt gehörig. Große Aufgaben sind zum Beispiel die Entwicklung des Areals der ehemaligen Lederfabrik oder des Ipftreffs.Bopfingen. Ein dicker Brocken in den aktuellen städtischen Finanzen ist nämlich die Beseitigung des Bahnübergangs in der Neresheimer Straße. Hier ist neben Bahn und Land auch die Stadt gefordert. Gebaut werden die Bahnunterführung, die künftige Straße aufs Härtsfeld, Fußwege und eine gewaltige Stützmauer zur Uhlandstraße hin. Bopfingen verlegt im Quartier Versorgungsleitungen und muss dafür alleine aufkommen. Das Kanalnetz wird komplett erneuert. Rund 400 000 Euro hat die Stadt hierfür bereits in die Hand genommen. Insgesamt ist rund eine Million Euro nötig.
Noch einmal Straßenbau. Eine neue B-29-Trasse von der Röttinger Höhe bis nach Nördlingen hat es in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 geschafft. Aufhausen, Bopfingen, Trochtelfingen und Pflaumloch hoffen so, endlich vom Verkehr entlastet zu werden, während Menschen in den Bopfinger Ortsteilen auf dem Härtsfeld um den Erhalt ihrer intakten Natur bangen und weiter gegen die Trasse kämpfen wollen.
Bauen will Bopfingen einen Kreisel auf der innerstädtischen B 29, bei der ehemaligen „Krone“. Ein kleines Stück des Areals der ehemaligen Lederfabrik wurde hierzu bereits erworben. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau des Kreisverkehrs begonnen werden. Die Planung läuft bereits.
Bleiben wir bei der Lederfabrik. Hier tut sich Bopfingen in punkto Stadtentwicklung weiterhin schwer. Vor allem die Frage, wer die Sanierung des schadstoffbelasteten Areals bezahlt, blockiert eine Entwicklung seit Jahren. Bopfingen wünscht sich dort eine multifunktional nutzbare Veranstaltungshalle. Das übrige Gelände wird auch künftig für die Ipfmess benötigt.
Die gravierendste Veränderung für die Innenstadt wird in den nächsten Jahren die Neuentwicklung des Ipftreffs bringen. Der alte Markt wird abgerissen und an selber Stelle entsteht ein modernes Rewe-Einkaufszentrum, ergänzt um weitere Geschäfte.
Der sanierte Stadtgarten, ein paar Meter weiter, glänzt inzwischen als perfekter Veranstaltungsort unter freiem Himmel. Den Eingang in den Stadtpark zieren eine Staufer-Stele und ein Wasserspiel. Vor allem letzteres haben kleine Leute längst für sich entdeckt.
Nahezu alle Dinge des täglichen Bedarfs lassen sich in Bopfingen einkaufen – und dies in fußläufiger Entfernung. Parken bleibt weiterhin kostenlos in der Innenstadt. Und überhaupt kämpft der städtische Einzelhandel unter der Führung von GHV-Chef Detlef Köhn kontinuierlich für den Einkaufsstandort Bopfingen. Viele gute Idee und Aktionen wurden und werden beim GHV geschmiedet und realisiert. Auch ein Umstand, der Bopfingen lebenswert macht.
Wie auch das intakte und vielfältige Vereinsleben. Kaum eine Sportart oder ein Freizeitvergnügen, das in Bopfingen nicht unter dem Dach eines Vereins ausgeübt werden kann. Der MSC Ipf bietet mit seiner Kartbahn sogar ein in der Region und weit darüber hinaus einzigartiges Angebot.
Gemeinsinn und das Miteinander feiern Bopfinger das ganze Jahr über bei zahlreichen Festen – großen und kleineren. Die Ipfmess gilt dabei als der größte Marktplatz und größter Treffpunkt der Region.
Und wer einmal über den Messplatz geschlendert ist, der spürt, dass die Bopfinger ihr Fest und ihre Stadt lieben, auf beides stolz sind und deshalb dafür sorgen, dass Bopfingen auch in Zukunft lebenswert bleiben wird.
© Schwäbische Post 24.08.2016 15:38
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