Bürostress: Ursachen und Gegenmaßnahmen

Wohl jeder, der im Büro arbeitet, kennt Stresssituationen. Wenn diese sich oft wiederholen, drohen gesundheitliche Risiken bis hin zum Burn-Out, dem totalen Erschöpfungszustand. In einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) gaben 65 Prozent der Arbeitnehmer an, unter ständigem Multitasking im Büro zu leiden. 63 Prozenten nannten mangelndes Personal und die daraus resultierende Mehrarbeit als Stressfaktor. Zu wenig Zeit für die Arbeitsaufgaben sahen 54 Prozent der Befragten als Ursache für Stress im Büroalltag. Diese Faktoren werden sich kurzfristig kaum ändern - was also lässt sich tun, um mit dem Stress intelligent umzugehen?

Kleine Tricks helfenden gegen Bürostress

Fachleute betonen, dass bereits einfache Maßnahmen Bürostress reduzieren können. Kurze Pausen sind demnach ein Muss, etwa jede Stunde in Ruhe einen Kaffee oder Tee zu kochen und auf der Terrasse durchschnaufen. Danach ist die Konzentrationsfähigkeit wieder besser, auch der Körper entspannt von der monotonen Sitzhaltung. Es empfiehlt sich zudem, das Prinzip der ständigen Erreichbarkeit zu hinterfragen. Muss wirklich jede E-Mail auf der Stelle beantwortet und so der Arbeitsfluss gestört werden? Ist es tatsächlich notwendig, noch nach Arbeitsende das Diensthandy bei sich zu tragen? Generell sind klare Absprachen mit den Vorgesetzten der Schlüssel dazu, realistische Deadlines und eindeutige Verantwortlichkeiten zu vereinbaren. Damit wird Terminhatz und Überstunden vorgebeugt.

Schüßler-Salze als Mittel gegen Stress und Anspannung

Viele Menschen vertrauen Schüßler-Salzen als Hausmittel zur Stressbekämpfung. Schon Ende des 19. Jahrhunderts existierten deutschlandweit große Vereine, die sich systematisch mit Kuren beschäftigten, in deren Mittelpunkt die zwölf Schüßler-Salze als alternative Heilmethode standen. Bis heute sind Schüßler-Salze ein weitverbreitete Präparat, um Stress, Anspannung und ähnliche Symptome zu lindern. Europa Apoothek hat wichtige Informationen zur Wirkungsweise und Dosierung der Schüßler-Salze in einer kleinen Fibel zusammengefasst und bietet passende Sets an. Die sogenannten "Salze des Lebens" unterstützen den Organismus dabei, den Mineralstoffhaushalt optimal auszubalancieren. Kalium phosphoricum beispielsweise gilt als das Salz, das Nerven und Psyche positiv beeinflusst.

Anti-Stress-Übungen am Arbeitsplatz

Nicht nur die Krankenversicherungen verweisen auf einfache Übungen, die dazu beitragen, dass Körper und Muskulatur im Büro nicht verkrampfen. Kopf und Nacken entspannen, wenn der Kopf gezielt bewegt wird: Mehrfach links und rechts über die Schulter schauen und dabei den Kopf so weit wie möglich drehen, ist eine praktikable Methode dafür. Die Schultern werden vor Verkrampfung geschützt, indem man sie mit angewinkelten Armen mehrfach in beide Richtungen kreisen lässt. Oberkörper und Rücken fühlen sich entspannter an, wenn der Oberkörper im Stehen abwechselnd nach links und rechts geschwenkt wird. Diese Übungen dauern nur wenige Minuten und benötigen weder Ausrüstung noch viel Platz. Der Anti-Stress-Effekt setzt sofort ein.

Work-Life-Balance nicht vergessen

Neudeutsch sprechen die Experten von Work-Life-Balance. Dahinter verbirgt sich das Ziel, Arbeit und Privatleben in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen und somit Stress abzubauen. Sport in der Freizeit ist ebenso empfohlen wie ein überlegtes Zeitmanagement, das ganz bewusst Freiräume für den Kinoabend, Theaterbesuch oder Treffen mit Freunden vorsieht. Auf lange Sicht ist nämlich niemandem damit geholfen, nur in der Arbeit aufzugehen und plötzlich vor lauter Erschöpfung eine Therapie zu benötigen.

Bildquelle: Pixabay user:mickey970

© Schwäbische Post 28.08.2018 14:13
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